
die uk band archive spielte am vergangenen montag in der kaserne.
es kamen viele leute, aber man konnte ohne anstehen zu müssen tischfussball spielen. dies war dann auch meine beschäftigung während dem set der vorband, weswegen ich hier nicht einemal deren namen nennen kann.
plötzlich war der raum der kasernebar ganz leergefegt was einen vermuten liess, dass das konzert der hauptband wohl jeden moment beginnen werde. so begab man sich dann auch in den grossen raum der kaserne, in dem archive auf sich warten liessen. nach ein paar bier ging es dann auch los und die band eröffnete das set mit dem titelstück des neuen albums – “lights”. der song, der auf der cd an letzter stelle ist, entpuppte sich als genialer opener: nach mehreren minuten instrumentellem flächensound tauchte der neue sänger dave penney auf und legte los. das konzert begann tatsächlich sehr vielversprechend, denn auch das nächste lied war unglaublich intensiv und gut umgesetzt. doch in der folge verlor das set mehr und mehr an spannung: trotz hits wie “fuck you” oder “numb” wurde es ziemlich langweilig. die lichtshow – man erinnere sich an den titel des neusten archive albums – war sehr gut, die band spielte beinahe perfekt und ebenso war das konzert ideal gemischt, aber irgendwie war nach zwei liedern der dampf draussen.
tja, es gab immer noch die bar mit bier ohne kohlensäure und türsteher, die einem die finger in die augen drückten. bald traf man sich wieder am fussballtisch und konnte den schreien einer verführerischen jungen dame zuhören, wenn der ball ins gegnerische goal knallte.
kauft das! es lohnt sich. gratis drinks im annex, cafe del mar, club 59, gare du nord, nt-areal, sixti, soca, singerhaus, sprisse, transbarent. mehr infos hier.
oder vielleicht eher: liebe danzeria besucher über 35. ich weiss: ich bin mit meinen immerhin auch schon 27 jahren unter eurem durchschnittsalter. doch das ist mir egal. es gibt einfach diese 3 tage (oder nächte bis 02:00) im jahr, an denen ich einfach lust habe (oder der alkohol mich dazu bringt), mit euch (oder vielleicht eher bei euch) auf der tanzfläche zu insomnia, sing halleluja oder call on me rumzutorckeln und zu versuchen einiger eurer tanz-bewegungen zu kopieren.
so ist das halt. trotzdem: ich bin nicht euer kind und ihr seid (zum glück) nicht meine eltern. und: JA, ich weiss, dass man auf der tanzfläche nicht rauchen darf. ich weiss auch, dass drinks auf der tanzfläche den boden klebrig machen können. müsst ihr mir das jedesmal wieder sagen? danzeria – nächsten freitag wieder mal im sudhaus. ich gehe nicht…vermutlich.
ps. sorry an alle, denen ihre halbvollen drinks abhanden gekommen sind.
die idee: jeder der mitmacht schickt ein mixtape mit einem frankierten antwortcouvert ein. eine woche vor weihnachten kommen dann alle kassetten in ein topf. irgendein tape wird gezogen und dir zurückgeschickt. so erhalten alle an weihnachten ein mixtape geschenkt!
sollte man unterstützen, finde ich!
thexmastapeproject.silvioserioso.com
wenn wir schon mal bei den guten alten kassetten sind. einen kompletten (!) überblick über alle erhältlichen kassetten-typen gibt’s bei tapedeck.org. eigene Tapes beschriften kann man hier. einen bericht über old school hiphop tapes gibts hier. wer zu faul ist, ein eigenes mixtape zusammen zu stellen oder keine freunde hat für so was klickt hier. und schliesslich: auch die USA Today bemerkt (wenn auch erst im jahre 2006) die wichtigkeit von mixtapes.
Fr. 27.10.06 , Das Schiff, 18 CHF
Sleeparchive, live! (Berlin)
Dario Rohrbach (Gelbes Billette Musik)
Tom & Nik (Gelbes Billette Musik)
Boffel
Raise (Radio X)
Das Konzentrat (Plattfon)
Akay (Das Schiff)
Visuals by: Hans & Herr Ernst
Mit Sleeparchive (aka Skanfrom, Television Set) gastiert auf dem Schiff einer der innovativsten, und zur Zeit interessantesten Erscheinungen der Berliner Minimalszene. Eigenständig und unbeirrbar produziert Roger Semsroth seit 2004 galaktisch anmutende Tracks, die wirklich auf das minimalste reduziert sind. Einflüsse vom finnischen Label „Sähkö“, die den totalen Minimalismus schon seit Jahren betreiben, sind unüberhörbar.
Seine Tracks erscheinen in diversen Mixsets von Richie Hawtin und auch Monolake hat sich schon vom 31 jährigen Minimalisten remixen lassen. Satte Drums und Echolot ähnliches Piepen, geschickt arrangiert, verwandeln das Unterdeck in ein Atom-U-Boot, das mit volldampf durch das Weltall rotiert. Als bodenständigen Support fahren Tom & Nik, Dario Rohrbach und Boffel ungewöhnlich scharfes Geschütz auf. Auf dem oberen Deck gibts Ambient und Electronica von Raise, Akay und Das Konzentrat fürs perfekte Wohlbefinden in einer, von Hans und Herr Ernst, mysteriös futuristisch visualisierten Atmosphäre.
minimal / techno / electronica / ambient
www.sleeparchive.de
www.kulturstadtbasel.ch
www.gelbesbillett.ch
www.plattfon.ch
www.radiox.ch

die toolate-diät
120 kg abspecken
und SIE können das auch!
es ist schon schwer als ehemaliger rock’n'roll-gott. auch wenn man sich immer saubere drogen leisten konnte, genug geld hat um gut zu essen und genug freizeit um viel zu schlafen, hat der körper doch irgendwann genug; er wird fett und hässlich.
so weit so gut. traurig wirds dann, wenn der entsprechende seine straffe jugend um alles in der welt erhalten will und mit aller heute vorhandenen technik nachhilft.
vince neil, frontmann von mötley crüe und einst der hardrock-sexgott schlechthin liess sich letztes jahr general-überholen, das resultat, na ja.
auch axl rose version 1.0 konnte man guten gewissens als cool bezeichnen, axl rose version 2.6 dagegen ist eher ein fall für die geisterbahn.
neues anschauungsmaterial liefert der ultimative gaylord unter den hardrockern, kiss-sänger paul stanley. dank der legendären schmink-gesichter liessen sich altersprozesse bei kiss gut verbergen. ohne farbe waren die zeichen der zeit dann doch deutlich zu sehen. und nun, ein neues album, ein neuer look.
fucking hell, kann ich da nur sagen. zum glück ist mindestens meat loaf der alte geblieben.
bin gespannt wie richie hawtin mit 60 aussieht.

daisy, es sei verziehen dies nicht zu wissen, war der geliebte schosshund des schrillen bayrischen modeschöpfers rudolph moshammer, genannt mosi.
nach mosi’s unzeitigem tod durch strangulation mittels telefonkabel, ausgeführt von einem irakischen strichjungen (was für eine art zu sterben!!), erwärmten sich die seelen der deutschen nation für seine hinterbliebene, eben jene daisy. während den ermittlungen zum fall wurde vielfach gemunkelt, daisy wäre die einzige zeugin der untat, und würde zur täterbestimmung hinzugezogen werden.
und warum steht das alles hier?
tja, inmitten der ganzen daisy-geschichte waren nagy & frankenberg gerade dabei, die letzten schliffe an einem track vorzunehmen. tief betroffen vom mysteriösen ableben ihres helden mosi, einigten sie sich schliesslich darauf der geschichte mit dem titel “daisy’s secret” ein denkmal zu setzen. der track war später dann der erste release auf dem presswerk-label “gelbes billett”.
jetzt wisst ihrs.
daisy ist jetzt also tot. und romantischerweise ist die todesursache dieselbe. m_nus (hähäh) irakischer strichjunge. ich halt jetzt die klappe

überwintern mit marinsel*
am 25. Oktober 2006 * ab 19 Uhr
mit grossem support von laboratoire und der aktuellen ice ice baby kollektion * tarzan teddy hoodies * boycotlettes mit textilien jeglicher art * weisse schals von nina+simon * wollwickeljupes von moom * pinguin shirts von pixelfarm * eisbär kindershirts von spuk * für die bevorstehenden langen nächte bastelbogen von rotsch-o-mat * den wintersport comic von barbara wiskemann * und für das kommende jahr den farbkalender von moritz zwimpfer * inkl. wärmendem apéro
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marinsel.ch/
heute in der baz. “indie”, “silbermond”, “die erfolgswelle deutschsprachiger indiebands”. silbermond – indie? ich habe mich noch nie dafür gehalten, genres zu definieren oder überhaupt zu begreifen, wie man heute genres voneinander abgrenzen kann. aber muss man so was wirklich als indie bezeichnen? die wären für mich auch nicht indie, wenn sie auf einem scheiss indie label wären. indie ist ein begriff, der für mich bis jetzt irgendwie mit genau den sachen verbunden war, die silbermond nicht sind. also habe ich mich mal hier und hier schlau gemacht. fazit: ich weiss es immer noch nicht. helft mir mal.