justin hawkins, selbsternannter erbe von freddie mercury verlässt seine hardrock-kumpanen von the darkness, um seine suff- und drogensucht in den griff zu bekommen.
und vor einigen wochen liess uns tom chaplin von der schottischen heul-kapelle keane wissen, dass er sich wegen übermässigem alkohol- und drogenkonsum in rehabilitation begeben wird.
ok, beide bands hatten schon immer unter fehlender street-credibility zu leiden, the darkness wegen allgemeiner peinlichkeit und keane wegen zuwenig rock in ihrer seichten gitarrenmusik, aber das geht jetzt doch ein bisschen zu weit. lieber ein fĂĽr alle sichtbar abstĂĽrzender pete doherty, als diese jammerlappen, die plötzlich “ich nehm auch drogen, im fall” rausposaunen, nur um zu kaschieren, dass sie hässliche, langweilige sackratten sind.
ihr habt diesen post sicher bereits gelesen. Luciano in der sprisse… unser elektronisches herz schmerzt. unsere musikalische vernunft wird auf eine probe gestellt.
wie auch immer. trotz alledem kam anfang diesen Monats Lucianos neuste scheibe zusammen mit Eat raus. “Silverbird Casino Pt. 2″ nennt sich das spezielle teil. auf der a seite befindet sich der track lucianos, auf der b seite der Eats track.
Lucianos Track ist bestückt mit vielen samples wie zb. geklatsche, eine aufnahme einer schulhof-atmosphäre, wind und vocoder voices. es macht den track zu einem musikalischen leckerbissen, das lied im kopf in seine bestandteile zu reissen, die samples zu visualisieren. die drums sind sehr breakig und haben dadurch einen ziemlich treibenden effekt. eats lied ist das partytauglichere lied auf dieser platte, da regelmässige drums und riffs einsetzt, was überhaupt nicht heissen soll, dass das lied besser sein soll, im gegenteil, Lucianos track ist meiner meinung nach viel spezieller. Eats track besteht aus 3 parts. sie unterscheiden sich durch verschiedene synths und riffs, und auch durch die drumloops.
fazit: das brett ist einen kauf wert, und fĂĽr jeden Luciano-kenner ein muss, sprisse hin oder her. ;)
wir sind nicht die einzigen, die sich gedanken zur partykultur machen. wenn man dj koze eins nicht vorwerfen kann, dann dass er ein notorischer miesepeter sei. und ähnlich verhält es sich auch bei uns. aber auch er ist nicht immer ganz zufrieden mit seinem job. man beachte insbesondere seine aussage bei 2:30.
da sitze ich am sonntag nachmittag mit wattiertem berghain-kopf (bericht folgt) vorm compi, surfe auf der suche nach lustigen bildli bei unseren guten freunden von tillate rum und sehe etwas, das hier bei toolate auch schon thema war:
luciano, matt john, gaiser. in diesem club. ich schwanke zwischen mitleid und ekel. mitleid für die armen, grossartigen musiker, welche sich in der sprisse fühlen werden, wie aliens. und ekel vor dem, was aus einer tief gehenden, ja magischen musik geworden ist. mein gott, in der discothek sprisse hat bis vor kurzem tatana regelmässig ihre flugzeug-choreographie aufgeführt. ich versteh die welt nicht mehr.
wenns allzu schlimm werden sollte, können die jungs ja zur entspannung eine runde bowlen gehen. oder billard spielen. oder mit minigolf-schlägern aufs publikum losgehen.
jaja, drei tage im jahr, so ein scheiss! schön wärs wenns nur drei tage dauren wĂĽrde. doch leider verfolgt es uns die ganze zeit. immer diese unhörbare umegelärme und umegedudele, da krieg ich voll denn brechreiz, uhhrg! es macht in meinen ohren nur schon weh, wenn ich wörter wie “clique” oder “gugge” mir anhören muss. ich sag euch, die fasnacht, das sind die bescheuerten! da mĂĽssen wir aufpassen! da holen wir uns die seuche!
wie wärs mit einer antiparade an der nächsten fasnacht?
nun, ich verfolge das songbird projekt ja schon eine weile, aber erst die gestern erschienene version 0.2 scheint mir einer winamp oder itunes alternative nahe zu kommen. der clue bei songbird ist der integrierte webbrowser, der online medien mit auf der festplatte abgespeicherten medien vereint. onlineplaylists sind also das grosse plus von songbird. man kann sehr einfach musik auf verschiedensten plattformen wie singingfish, odeon etc. suchen und diese im songbird streamen. wenn einem etwas gefällt klickt man auf “herunterladen” und der song wird lokal gespeichert. sehr nĂĽtzlich um neue musik, die einem noch unbekannt ist, aufzuspĂĽren. des weiteren ist ein videoplayer integriert der auf dem vlc player basiert. das layout ist offensichtlich von itunes kopiert. aber wieso etwas neu erfinden das gut ist?! ich bin davon ĂĽberzeugt, dass dieser player noch viele freunde gewinnen wird. denn online und offline medieninhalte verschmelzen zusehends. die navigation ist noch gewöhnungsbedĂĽrftig und wird wohl noch verbessert. man muss noch viel mit dem “zurĂĽck” button navigieren und auch das lesezeichen system ist noch nicht ausgereift. trotzdem, ich finde songbird hat einen platz auf meiner festplatte verdient.
eindrĂĽcklich ist zu sehen was songbird macht wenn man z.b. diese url (http://www.synapse.fm/archiv.htm) in das browser fenster eingibt. alle sets werden als playlist angezeigt und man kann in den einzelnen streams sehr angenehm vor und zurĂĽck spulen.
songbird ist open source und für windows, os x und linux erhältlich.
hier noch ein videöli. ok, der ami kommentar…uhm, ich sag mal nix.
morgen spielt auf dem schiff “i love you but i’ve chosen darkness” (myspace). ich finde das super. leider bin ich nicht in bs und leider spielt auch noch dollhouse. aber an dieser stelle muss man mal erwähnen dass sich das schiff verdammt viel mĂĽhe gibt ein gutes indie programm zu machen! leider nimmt das irgendwie niemand in basel so richtig war! oder liegt es daran das es oft unter der woche ist? trotzdem: geht hin verdammt nochmal! “the whitest boy alive” musste schon vor kleinem publikum spielen und auch viele andere mussten schon auf der schiff bĂĽhne unter publikumsmangel leiden. lasst unsere stadt nicht wie eine banausenrepublik aussehen. ein 15min interview mit i.l.y.b.i.c.d. gibts hier. und das, sowie das meinen andere dazu.