
ein bisschen spät, aber besser zuspät als gar nicht, kommt folgende meldung zu euch:
man merke sich das datum 07.7.2007 vor.
was ein wenig an satanistische zahlenspielerei erinnert, ist das release datum der neuen smashing pumpkins cd. “zeigeist” kommt am 7 juli in diesem jahr in den usa raus. nicht, wie man annehmen könnte, das siebte, sonder das sechste album der band, die sich vor sieben jahren aufgelöst hatte, um sich vor etwa einem halben jahr mit grossem paukenschlag mindestens partiell wiederzuverinigen. so kann man mit relativ grosser sicherheit davon ausgehen, dass melissa auf der mauer am bass und jimmy chamberlin an den drums dabei sind. und natĂĽrlich das ewig pochende herz der pumpkins billy corgan.
seine letzten musikalischen ausflĂĽge waren von eher mittelmässiger qualität: zwan war wohl eher ein witz; das billy corgan solo album “the future embrace” nahezu ungeniessbar. wie kann der smashing pumpkins relaunch als nicht schief gehen? ein tipp gibt der album name: zeitgeist. die pumkins waren unbestritten eine der wichtigsten bands der 90er jahre. und die wiederaufwärm-phase des 80ies sound wird wohl ziemlich bald abkĂĽhlen…
und es bleibt anzumerken, dass die smashing pumpkins discographie eine hohe dichte an guten alben aufweist, was zumindest auf ein wiederaufleben glorreicher zeiten hoffen lässt.
was ist zu erwarten? ein bisschen auskunft gibt billys blog:
when we opened the lid on this music box, we were pleasantly suprised at the music that played: familiar yet unknown, welcoming but not sentimental… and that is all we can ask…God has absolutely blessed us in every respect… for many years there were private laments about opportunities missed and hearts so broken, but no more… we have turned the page and moved on, from places and faces, names and games… this age calls for resolve and certitude, and the fire within to burn ever bright… if that fire should be connected to absolutely deafening guitars, thundering drums, and the melodies of snakes, then so be it!
good news for people who love good (old) news!!!der typ links auf dem bild, ehemaliges bandmitglied einer bahnbrechenden UK-band, die momentan auch bei den youngsters wieder angesagt zu sein scheint, ist ja modest mouse beigetreten. die erste single “dashboard” (danke dann halt an den musiknazi) ist draussen. ich wĂĽrde sagen:der erste hit im 2007!!!und das album folgt, ja an meinem geburtstag, am 20. märz. ich bin gespannt wie sich der einfluss von JM, der ja bei seiner alten band etwa den selben status wie thomas anders bei modern talking hatte, auswirken wird.
NACHTRAG: das ganze album ist mittlerweile aufgetaucht

musiktip from the crypt: husky rescue – ghost is not real.
aus helsinki kommt die 5-köpfige band husky rescue, die mit ghost is not real ihr zweites album auf dem englischen label catskills records veröffentlichen.
achtung: lieber nicht die photos auf der homepage anschauen… sie haben mein mentales bild einer elfenhaften sängerinn zerstört – schrecklich.
die musik ist aber ohne vorbehalt höhrenswert: sängerin reeta-leena korhola singt mit wolkiger engelsstimme die ätherischen songs, deren spektrum vom ziemlich rockigen opener “my home ghost” ĂĽber den fast schon party-mässigen track “nightless night” zu der atmösphärisch-cinematischen trilogie “blueberry trees” reicht.
eine äusserst gelungene mischung zwischen indie, trip hop und lo-fi… zum relaxen bevor der frĂĽhling kommt.
ps: ach, fast vergessen: man beachte den snare sound.
wieder mal zeit für einen musiktip. insbesondere, weil ich seit ein paar tagen erkältet flach liege und dieses album in den dunklen stunden mein treuester begleiter war. es ist massiv.
bisher waren aerogramme eher fĂĽr brachiale gitarrenwände bekannt, die sie ihren zuhörern gnadenlos vor den latz knallten. aus und vorbei. zumindest auf “my heart has a wish that you would not go”. die liebe regiert. ein bisschen so wie bei coldplay (kein witz). aber in gefährlich. und aufregend. durchzogen von einer leisen angst und dem bewusstsein um die vergänglichkeit der dinge. oder wie es ein kollege vom guardian formulierte: “a potent mix of wonder and fear”. mein lieblingssong im moment: “exits” (aufs bild klicken und im player auswählen).
hier noch das letzte (und vielleicht auch wichtigste) argument, sich noch nicht ganz der digitaltechnik zu unterwerfen. nette idee, aber das vinyl gehört wohl dem fotografen. oder hört diese frau wirklich handsome boy modeling school?

da stand er. der riesen broccoli. mitten in meinem kĂĽhlschrank. was machen? pasta mit broccoli? nein! ist doch klar, ein broccolisippli! also ab auf minus’ homepage um das ungeschlagene rezept zu finden. doch, oh schreck! kein broccolisippli rezept, kein kirbissippli rezept, skandal! sofort mail an minu. und prompt kommt die antwort. hier also die offiziellen minu broccoli- vs. kirbissipplirezepte:
“Mein Lieber,
also – natĂĽrlich sammle ich meine Rezepte nicht. Aber eine Broccoli-Suppe ist ja keine Hexerei:
700 gr. Broccoli,
2,5 sl. Rahm
1 lt. Wasser
3 Bouillon FleischbrĂĽhwĂĽrfel
1 Kaffeelöffel (gehäufft) Curry
Broccoli rĂĽsten. In kleinere StĂĽcke Schneiden und in einem Liter Wasser , in das
man die Bouillonw¨rfel gibt, aufkochen.
Nach 15 Minuten PĂĽrieren. Ingwer dazu geben. Und leicht angeschlagenen Rahm
darunter ziehen.
Fertig.
Kürbissuppe geht ähnlich
nur braucht’s mehr KĂĽrbis:
Etwa 1 Kg. KĂĽrbis (grob gewĂĽrfelt) in 1,5 lt. Bouillon (wieder 3
Fleischbrüh-Würfel!) aufkochen. Nun einen Kaffeelöffel voll gemalenen Ingwer
)Ingwerpulver) darunter geben. Ebenso 2 dl. ungeschlagener Rahm. Mit grobem
Pfeffer bestreut und mit Brotmöggeli, die man in heisser Butter geröstet hat
ĂĽberschneit servieren.
So – e Guete
-minu”
ich glaube dr anke hat er beim broccolisippli irgendwie vergessen. den brauchts immer.

eigentlich wollte ich ende Jahr eine dieser best of 2006 listen machen, wo gute alben oder eps vorgestellt werden. aus verschiedenen gründen – allen voran faulheit – wurde diese idee nicht umgesetzt.
es ist mir bewusst, dass toolate leser dadurch vieles verpassen. deswegen habe ich nun ein präsent, dass die absenz besagter liste wiedergutmacht:
the best song of 2006.
offensichtlicherweise eine gewagte aussage, aber nach fast viermonatiger überdenkensphase und sicher über tausendfachem anhörens kann mit relativ gutem gewissen kommuniziert werden: das beste lied des vergangenen jahres heisst „magnetizing“ von „marsmobil“ (compost records).
selten passt alles so gut zusammen wie in diesem stück: melodie, länge und produktion harmonisieren auf einem kosmischen level. eine absolute bassline hält das ganze zusammen, sphärische vocals mit extraterrestrischen backings fliessen durch den äther. auch der rest des instrumentariums ist perfekt: vor allem ist auch, was generell von enormer wichtigkeit ist, der ideale, flache snare sound vorhanden.
auf der homepage von marsmobil kann man das lied anhören… aber am besten kaufen.
happy new year.

am freitag war ich in zürich. genauer an der jägergasse 7. nun, eigentlich war ich nicht alleine dort, sondern halb basel hat sich versammelt um den zürcher mal basswasser zu reichen. man betrachte diesen flyer.
was ich dort vorfand verstörte und beeindruckte mich zutiefst. ein riesiges besetztes schulhaus, mitten in der stadt, welches sich ca. fĂĽnf stockwerke in die höhe und drei in die tiefe erstreckt. ĂĽberall gänge und seltsame räume. dabei wurden bei dieser party “nur” die unteren stockwerke verwendet, doch die waren schon mindestens so gross wie “das schiff”.
in der mitte ein riesiger raum mit undefinierbaren geräten, die symetrisch mit weitem abstand angeordnet, teilweise ausgerissen, im raum standen. einige trash boxen hingen an einem arbeitskran und eine felge drehte sich an einem discokugelmotor. hip hop ertönte durch den hallenden raum.
um diesen raum erstreckte sich eine gallerie welche in einen weiteren raum fĂĽhrte. dieser war lang und hoch, dĂĽster ausgeleuchtet, und mit einer schön wummernden anlage bestĂĽckt. feinster drum ‘n’ bass knallte es einem ins gesicht, dass man keine andere wahl hatte als zu tanzen.
zurück im treppenhaus, eine etage nach unten stolpernd, befand man sich plötzlich in einem rock konzert. eine band spielte in einem kubischen raum instrumentellen rock. wurde es einem zu bunt, konnte man sich in verwinkelte räume mit sofas zurückziehen.
wieder in der mittleren unterirdischen etage angelangt drückte man sich durch die leute ins schulzimmer. kästen, in denen alte fernseher visuals wiedergaben, verzierten die wand. in der front eine wandtafel, auf die ein beamer wilde sachen projezierte. auf einem podest neben dem eingang, wütete die basler fraktion. minimiert technoid lockte dieser raum am meisten leute an. die anlage war zwar nicht soooo gut, aber es war okay.
was soll ich sagen?! wir hätten wohl noch ewigs dort weiter feiern können. eine solche location ist mir schon lange nicht mehr unter die augen gekommen! mehr als ein ausflug nach zürich wert! der war anscheinend auch dort.
gibt es ein wort fĂĽr 2006?ja, youtube. fazit: so lange wir noch zeit haben, unsere eigenen versionen von bekannten rap-videos zu drehen, kann es noch nicht so schlimm stehen um unsere welt. so ges(ch)ehen bei mr. “i will show you the real miami” rick rouuuuuuuuus und seinem super-sĂĽd-screwed-versizzurrrrpten-hustler-real miami,not the fassade miami-hitsong “hustlin”. check original video hier (zwiebel- und street-hustlin), und die nachahmer hier (orangen hustlin) und hier (hauptsache wir haben eine geile villa und mĂĽssen gar nicht hustlen). not to forget, wenn wir schon mal beim thema sind: H.U.S.T.L.E.R.