“die leute wollen alle irgend eine markierung haben. das ist ja ganz normal. jeder will irgendwas sein, will irgendwas darstellen, zu irgendwas gehören. z.b. zu einem team. wie oft hat man das jahrelang, ĂĽberall auf autos geklebt: “chicago university”. die waren nie auf der university!und selbst wenn, dann sollen sie doch die schnauze halten – das interessiert ja gar keinen. aber nein, die machen das ja nur, damit sie zu irgendwas gehören.”
ich habe gerade ein email aus der zukunft bekommen. und, liebe freunde, es tönt schlecht. das mail stammt aus dem jahre 2088, und da steht: “your dick will explode.” oh damn. die uni washington behauptet, dass im jahre 2088 folgendes möglich sei (auswahl):
a) “wired for life: the internet implant.”
braucht man da noch ein fortpflanzungsorgan?
b) “in the next 90 years, technological changes will help create the androgynous family. (…) technology will add to the blurring of gender.”
nun, vielleicht ist die aussage des email-propheten, aus diesen perspektiven betrachtet, gar nicht so tragisch? jedenfalls ist es sicher besser, mit einem lauten knall zu expodieren, als langsam zu implodieren.
los geht’s mit dj benzi‘s remix mash-up von kanye’s “flashing lights” und clipse’s “we got it 4 cheap”. auf jedenfall gelungen und inhaltlich allemal lustiger als kanye’s reime genuschel: “niggas is biters, we let you slide with your writings/we knew that cocaine talk was not like you/but who goes as far as trying to dress like ’em?/one sequined glove can never make you michael”. hören: hier. a probos kanye: rappt eigentlich jeder besser als studienabbrecher west? freestyle von cause ĂĽber “stronger”. pitch black are back mit “put that work in“. diesmal nicht mit premier (wie beim klassiker hier) sondern mit A.L.C. (nicht der aus basel, sondern der). ĂĽbrigens: der aus basel hat mit “no good” vom letzten underclassmen album “underclassic” einen kleinen hit in sachen feel-good-soul-sampling gelandet.
und wenn wir schon bei CH-hiphop sind: greis & taz erhalten schweizweite zustimmung fĂĽr “bruches nĂĽm” vom neuen ilarius album. gut, das sample ist overused und bekannt (so viel zu der youtube-diskussion unter dem video). aber was solls? wayn?
eigentlich wollte ich noch den neuen wu-tang song posten. aber es lohnt sich einfach nicht. dann doch lieber das, oder das, oder das oder das.
felt nennt sich das projekt, welches slug (von atmosphere) und murs ins leben gerufen wurde, um ihre lieblings schauspielerinnen zu beeindrucken rumzukriegen. die beiden bisherigen alben (a tribute to christina ricci und a tribute to lisa bonet) waren wider erwarten eher etwas fade – dafĂĽr gibts hier die rettung mit dem unveröffentlichten track “20 answers“: ein q&a zwischen slug und murs mit einigen aufschlussreichen antworten.
mein gehirn befindet sich zurzeit gegen meinen willen im wissenschaftsmodus. solche diagramme helfen mir, den kontakt zur strasse nicht ganz zu verlieren:
mehr davon gibts hier (man beachte auch die kommentare).
auch wenn 2007 noch nicht vorbei ist: das unding dieses jahres ist “new rave”! ganz schrecklich, was da passiert ist… du kannst gar nicht mehr aus dem haus gehen ohne irgendein justice-ähnlichen track zu hören… sogar im denner spielen sie uffie. 17 jährige französinnen reissen sich die edbanger-shirts vom leib und schreien laut: yeah (oui)! du siehst trendy blogs mit jungs, die fotos von sich mit sebastian platten posten. auf der toilette im altersheim kannst du gespräche verfolgen wie etwa: “hey, hör mal” – “geil!” und dabei die textzeile “yeah come on” erahnen. sogar gewisse hiphop djs legen new rave auf – the foundations are crumbling! tom wolfe hatte schon 1975 gesagt: “any movement, group, party, program, philosophy or theory that goes under a name with ‘New’ in it is just begging for trouble.” damn straight!
huch, minimal lebt! heute abend auf dem schiff geben sich tim xavier und camea von clink recordings die ehre. ursprünglich aus new york, wohnen sie mittlerweile wie der ganze rest der us-techno-familie in berlin, friedrichshain. aber das ist ja eigentlich alles egal, fakt ist, die beiden spielen geile mucke. deep, dark und knackig, wie christoph mörgelis gesicht. dazu gibts support von DJ 7, alessandro crimi, goran n. und irgendsonem möchtegern-raver. hier noch die flyer rückseite
An animated tribute to the internet people of the world, wherever you may be. Animated by Dan Meth, with music by Dan Meth and Micah Frank.
ich kenne mehr als 80% dieser internet-berĂĽhmtheiten welche in diesem video vorkommen. ist das bei euch auch so oder bin ich internetsĂĽchtig? i like turtles. bye