die wighnomy brothers gehören für mich zu den besten produzenten im techno. und das nicht nur wegen ihrer grossartigen musik, sondern auch wegen einer attitude, die auf den punkt bringt, um was es im club eigentlich geht: freude am tanzen. und die verbreiten sie defintiv auch als djs.
morgen spielen die jungs im presswerk.
wer joy division nicht kennt: schaut DAS, dann DAS, dann DAS. heute wird auf dem dem schiff “control” gezeigt, ein biographischer film ĂĽber den joy division sänger ian curtis (RIP) und einer der besten filme der letzten zeit. nicht verpassen! anschliessend: party zu joy division musik. und wer meint, zu JD kann man nicht tanzen, der sei hiermit eines besseren belehrt, ähm nein HIERMIT.

gestern an den swiss music awards stolzierte daniel kandelaber (hö hö) herum, wie ein verirrter pfau. niemand wollte mit ihm reden, obwohl er doch so offensichtlich darauf wartete, angesprochen zu werden. und jetzt weiss ich auch wieso. merci, 78s. in den kommentaren zum post stiess ich dann auf diesen blog, der – besonders wegen beck – auch totally fanni ist.

Bekanntlich ist ja der Mittwoch der neue Freitag und somit der richtige Tag um vier Liveacts und einen DJ zu bestaunen. Atari, Game Boy und Commodore Soundchips werden bis aufs Letzte ausgequetscht und in allen Varianten ans Limit gebracht. Dazu kann man eine Performance erleben, die jede SchaubĂĽhne der Stadt in den Schatten stellt. Freut Euch also mit uns auf einen turbulenten Abend voller Spannung, Spass und Limonade.
MITTWOCH | 27. FEBRUAR | 20:00 | SCHLACHTHOF
ANTENNE ANNARCHO TOUR 08
DIE MODERNE WELT [OSNABRĂśCK]
SPUTNIK BOOSTER [BAYERN]
NAOMI SAMPLE [LĂśNEBURG]
BEN ET BENE [PARIS]
DJ MIGHTY BOMB JACK [BASEL]
http://www.myspace.com/antenneanarcho
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SCHLACHTHOF

heute: alec empire in der kaserne! nicht verpassen. doors: 20h, concert: 21h.
unbekannte haben am wochenende, das sonnendeck auf dem nt-areal verwĂĽstet. dabei wurde eine tĂĽr eingetreten und mit fackeln ein brand gelegt. es werden zeugen gesucht.
die zukunft des sonnendecks ist offen. renovationsarbeiten sind unumgänglich.

dem musibĂĽro der kaserne basel wurde gekĂĽndigt. heinz darr und nic plesel machen aber bis ende mai weiter mit dem programm.
es gab eine zeit, da waren musiksender fĂĽr mich DIE quelle zum neu entdecken von musik. headbanger’s ball, YO!MTV raps… snief. aber bevor ich zu heulen beginne und mich jetzt darĂĽber auslasse, dass das musikfernsehen zu einer hure der telemarketing- und spielshowzuhälter geworden ist, will ich lieber ein hoch auf youtube aussprechen – quasi der höheren macht, die dem videoclip neues leben eingehaucht hat. merci oder dangge, wie man hier in basel zu sagen pflegt. endlich hat diese kunstform ein neues zu hause – unabhängig von sendezeiten und komischen selektionskriterien irgendwelcher station-manager. und deswegen gibts hier gleich noch zwei coole neue clips fĂĽr euch zum ansehen.
(halbes via)
erykah badu – honey (wer listet alle covers?) // mountain goats – sax rohmer #1

ganz im sinne seiner neuen, halbwegs nĂĽchternen “ich-komm-diesmal-tatsächlich-und-rocke-das-haus“-masche kam pete mit seinen jungs in die kaserne und beglĂĽckte eine ausverkaufte reithalle mit sich und einer rotzigen dosis britenrock.
als ich ankam war soeben das desolate warten ausgebrochen, weil die band nach zwei songs kurzerhand die bühne verlassen hatte. im nachhinein verfestigten sich gerüchte, der drummer hätte einen bierbehälter (ob becher, glas oder flasche liess sich nicht mehr eruieren) an den schädel bekommen und daraufhin die lust am felle dreschen verloren. gemäss 78s, wurde die pause eher als beruhigung für die vorderen publikumsreihen eingelegt.. wie auch immer, damit wars dann mit der erhofft-befürchteten chaos-orgie auch schon vorbei und die bühne frei für eine knappe stunde beeindruckendste rock-energie.
pete hĂĽpfte aus dem nichts wie ein 11-jähriger spast auf die bĂĽhne zurĂĽck und die ersten 17 reihen tobten. dahinter hatte sich die gesammelte basler feier-journaille eingereiht um je nach wohlwollen und stimmungslage, das ganze mit oder ohne zynismus-brille anzuschauen. und siehe da, der zynismus wollte sich auch mit bemĂĽhen gar nicht erst einstellen. die band rockte drauflos und ertränkte jeden zweifel ĂĽber ihr recht auf dieser bĂĽhne zu stehen in wilden punkeskapaden und beatles-haften melodien. “down in albion” geriet trotz seines vergleichsweise ruhigen charakters sogar zum heimlichen winner des abends. der sound war druckvoll und satt, man wollte die mär vom weggelassenen soundcheck kaum wahrhaben. pete hatte augenscheinlich seinen spass, bedankte sich bei irgendeinem stephan fĂĽr die nette stadtbesichtigung (“no drugs, just coffee”) und liess ein paar kalauer vom stapel, die allerdings grösstenteils im euphorie-schweiss der anwesenden kate moss-klone und hosenträgerjungs unverstanden ertranken. irgendwie war das ganze dann verdammt schnell vorbei, was mich aber nicht im geringsten störte. kurz, knackig, gut und vorallem in einklang mit einem der besten sätze die je gesagt wurden: “always leave them wanting more” (wird ĂĽbrigens wahlweise walt disney oder charlie parker zugeschrieben). als abschluss gabs standesgemäss “fuck forever” und ich muss zugeben, ich hätte dem song nie so eine stadion-hymnen-tauglichkeit zugetraut. tausend hĂĽpfende menschen lĂĽgen nicht.
anschliessend gings in die kabar zum holzfällermässig gemixten indie-potpourri von diesen jungs hier. an einem sonntag abend trunken zu “boys don’t cry” durch die kabar zu taumeln war ein erster höhepunkt dieses noch jungen jahres. der kater danach entsprechend unsexy, aber montags nimmt man das irgendwie nicht so tragisch.