SMDM: DIE TIKI BAR
in basel mangelt es ja bekanntlich immer an die ausgehorte. nicht nur das. sogar einfache trinkplätze sind nicht gerade an jeder ecke zu finden – zumindest nicht solche mit die stil. und die, die stil haben, kennt man ja seit jahren. die magazin schaut drum fĂĽr euch ins glas und versucht immer wieder mal alternativen vorzuschlagen.
der heute besuchte ort ist die tiki-bar in kleinhĂĽningen. ok, es ist nicht in der stadtmitte oder im hippen kleinbasel, aber was ist in basel schon weiter als 10 velominuten entfernt? fĂĽr die, die sich jetzt schon fragen, warum die bar so heisst: es gibt zwei grĂĽnde (1, 2). wenn man sich zwischen den bambusrohren durch den kleinen durchgang zur bar vorgekämpft hat, hat man schon fast vergessen, in welcher stadt man wohnt. von innen sieht man nämlich nur dschungel. und zwischen der polynesischen schnitzkunst, den fackeln, den postern mit den exotischen frauen und halsketten aus blumen hat man die container des “port of basel” längst vergessen. aus den boxen tönt johnny cash und surfgitarrenmusik, sogar der strömende regen klingt jetzt eher nach monsun. wäre es bloss 10 grad wärmer.
obwohl wir weit und breit die einzigen gäste sind, nehmen es die jungs von der bar locker in ihren hawaii-shirts. sogar die nicht aufgegessene apĂ©ro-platte vom restaurant nebenan wird uns angeboten. die drink- auswahl ist neben dem birra moretti eher auf der tropischen seite, ihr bestseller ist der “atomic bikini”, ein shot bestehend aus vodka, zitronensaft, erdbeere und tabasco. das trinkgeld fliesst direkt in eine kleine dose, die aussieht als wäre sie schon ĂĽber 5 generationen vererbt worden. darauf steht: “blaues kreuz schweiz”. ja, ein besuch im klein-poly-hĂĽningen lohnt sich. die bar ist immer do und fr offen.





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