GAGGI

thanks to frontlinemag

gemäss kulturmagazin vom vergangenen samstag ists nun offiziell: auf dem nt/areal ist draussen ab 01:00 bzw. 02:00 (wochenende) zapfenstreich. sämtliche geplanten openair-events sind zur zeit on hold und finden wohl mit grosser wahrscheinlichkeit nicht statt. kollege marc keller vom baudepartement macht dafür die seit jahren immer wieder aufkommenden lärmklagen aus der nachbarschaft und die damit verbundenen polizeieinsätze verantwortlich.

nachforschungen von die magazin ergaben, dass noch eine massgebende entscheidung irgendeiner wichtigen person in irgendeinem wichtigen amt aussteht. ob es chancen auf eine aufschiebung der verfügung gibt, bleibt aber so unsicher wie ein doping-freies peking 2008.

wenn ich mir so die zukunfts-pläne für das areal ansehe, kommt mir das kalte grausen. nicht weil überhaupt gebaut wird, sondern weil diese blöcke und alibi-parks arg hässlich und uninspiriert wirken. und dann haben diese architektur-renderings auch noch die eigenschaft, immer ein bisschen besser rüberzukommen wie the real thing. immerhin wird der an dark city erinnernde lüftungs-phallus ein ewiges mahnmal sein.

fies ist einfach, dass die letzte sommersaison nun mittendrin gekappt wird und uns die letzten freudvollen momente unter freiem himmel genommen werden. happy days.

irgendwie hab ich aber so eine leise ahnung, dass die durchsetzung dieser polizeistunde nicht ganz einfach werden wird.. vielleicht regt sich ja im 68er-jubiläumsjahr plötzlich der revolutionäre geist der ravenden gesellschaft. wir bleiben dran.

20 Kommentare


Kommentare

Schaffhausen
Montag, 28. Juli 2008, 23:06 Uhr

Ja, das ist mal wieder typisch, sämtliche Kultur wird nach und nach verdrängt. Das ist leider bei uns in Schaffhausen auch nicht anders. Mein Beileid !

Anonymous
Dienstag, 29. Juli 2008, 8:24 Uhr

das stinkt nach mobbing, so mal allen das leben schwer machen, weil eine bar, die um 2 schliesst nicht rentiert. so wird es einfach, das areal zur gegebener zeit zu räumen. vielleicht bleibt das gleis 13 auch bestehen und an eine fasnachts clique für nichts vermietet. würde doch passen. und in den gleichen senf passt die neueste klage gegen die bar des kulturflosses, lasst doch fasnacht auf dem kahn spielen, dann ist das die ganze nacht erwünscht.
also hoch die ärsche, eine revolution steht an

Casey
Dienstag, 29. Juli 2008, 9:27 Uhr

…damit triffst du den nagel auf den kopf, anonymer schreiber. in dieser stadt im auftrag der fasnacht unterwegs zu sein ist wie ein diplomatennummernschild oder ein nsa-ausweis…unglaublich wie man es schafft in dieser stadt langsam aber konsequent sämtliches nachtleben totzuschlagen, und das natürlich alles im sinne der anwohner. zieht doch aufs land, liebe ‘anwohner’, da ists schön ruhig (aber man will natürlich den fünfer und das weggli, klar), damit würdet ihr erst noch die mietpreise in all diesen ‘gentrified’ quartieren senken helfen….

mehlvogelaidsmeth
Dienstag, 29. Juli 2008, 10:10 Uhr

moooooooooooment…

natürlich ist es extrem scheisse das all die sachen wieder verschwinden aber das z.B. das NT eine temporärer sache ist, war ja von anfang an klar. ich bin villeicht zu alt das ich mich noch an zeiten erinner kann wo 70% weniger lief wie jetzt und als resultat mit hochwertigen inoffiziellen partys das ganze aufgemischt wurde.

deshalb: nicht dauernd klönen sondern rausgehen, alternativen suchen, events auf die beine stellen, loslegen.

orte gibt es immer, villeicht nicht grad auf den ersten blick erkennbare…

Anonymous
Dienstag, 29. Juli 2008, 12:37 Uhr

bei nun bereits drei, betreffend NT und basler nachtleben nicht gänzlich unbedeutenden leuten habe ich folgenden (lediglich grob umrissenen) vorschlag angebracht: für den letzten samstag im september  eine offizielle demo eingeben. ab 14uhr durch die stadt ziehen, auf dem NT zusammenfinden und loslegen mit spontanen mini parties/bars/lounges/foodständen/soundsystems/usw und so lange feiern wie es toleriert wird und sinn macht. dreimal erntete ich ein schulterzuckendes “ach hmmm. meinst du? ich weiss nicht…”. will basel

tomh
Dienstag, 29. Juli 2008, 13:00 Uhr

mann das kann doch nicht so schwer sein!wir brauchen: dj, eine band, generator, soundsystem…

mehlvogelaidsmeth
Dienstag, 29. Juli 2008, 13:57 Uhr

also ich wär dabei, pa hab ich auch. das mit dem umzug würde ich lassen, ist eine woche nach dem junglestreetgroove auch ziemlich witzlos… aber wenn möglichst viele parteien auf dem areal verteilt ihre bars mit musik aufmachen und das der presse entsprechend komuniziert wird, wär das sicher noch ein spass…

Anonymous
Dienstag, 29. Juli 2008, 14:39 Uhr

umzug daher, damit das ganze als demo durchgeht und bewilligt ist. auch wird die aufmerksamkeit im “volk” so ungemein grösser. wenn eine trümmlige gruppe auf dem NT ein PA stelt und mit dosenbier in den händen rumtokelt, unterscheidet sich das auch nur sehr bedingt von einem durchnittlichen samstag sommerabend auf dem areal oder andern illegalen events.

eine demo die nach dem durch die stadt ziehen (muss nicht mit sound sein), auf dem areal weitergeht und auch wirklich als demonstartion funktioniert. dies bedingt aber das mitspielen aller NT parteien und vor allem zig freiwillige organisatoren und helfer. nicht zuletzt der verein K.E.I.M. müsste da mitspielen.

NetterOnkel
Dienstag, 29. Juli 2008, 17:26 Uhr

Wenn das NT Sperrgebiet wird, dann trifft man sich halt wieder auf dem Kasernenplatz:

http://www.funpic.tv/wp-content/wochenpicdump32/43.jpg

TankA
Dienstag, 29. Juli 2008, 18:02 Uhr

Fusionieren und Zusammenarbeiten…. 

Junglestreetgroove + NT-Demo = mehr Medienecho ; mehr Teilnehmer

Bewilligung ist ja bereits vorhanden,…

Anti
Dienstag, 29. Juli 2008, 18:54 Uhr

entschuldigung, aber hier haben einige nicht aufgepasst. das NT darf im sommer draussen ab 2h keine musik mehr machen. der jsg ist ist am 20 september. der sommer ist dann so gut wie vorüber. und nächstes jahr ist ja sowieso noch alles unklar. wahrscheinlich findet nächstes jahr nicht statt.

das NT ist jetzt einfach mal fertig. aus, sense, mause. neues kommt. und der wandel ist unaufhaltsam. und wie schon erwähnt, war es sowieso nur temporär. so nebenbei bemerkt war es für die lange zeit, die es existierte, (bin schon im 2010) nicht sehr innovativ. wie lange lief nun das selbe programm? was hat sich genau geändert am sonnendeck? was ist daraus hervorgegangenen? relativ wenig. als unwegzudenkender kulturort kann man das nächtliche NT weiss gott nicht bezeichnen. kein wunder hatte es nie eine chance weiter zu existieren.

auch die annsammlung von halbaffen hat sich nicht gross geändert. securties scheinen immer noch überflüssig. auch das valley und abx haben eine weile, am heikelsten ort, fröhlich in die gebäude zeilen beschallt. geklaut wird auf dem areal was das zeug hält und das quartier sieht nach einem zünftigen wochenende doch ziemlich randaliert aus. ich kann verstehen das es einigen anwohnern langsam zu blöd wurde.

Casey
Dienstag, 29. Juli 2008, 21:11 Uhr

ja, ich geb dir recht. natürlich war und ist vieles auf dem nt nicht das gelbe vom ei. und natürlich gehen mir diese ‘spill-doch-mol-minimal-pillen-köpfe’ auch gewaltig auf die nerven. das areal ist aber im moment leider die einzige halbwegs passable alternative zu all diesen allbarones, büchelis, a2s, aquas etc.
mein problem ist, dass ich in dieser stadt einfach ab und zu ausgehen möchte, und eben nicht an jene besagten orte, und auch nicht an irgendwelche ‘reclaim-the-streets-partys’, wo das soundsystem scheisse und das bier lauwarm ist (und man dazu auch noch das dröhnen des stromgenerators wahrnehmungstechnisch ausblenden muss) und auch nicht in die ‘geht-doch-bitte-mal-rein-und-lasst-die-anwohner-schlafen-cargobar’, und auch nicht aufs goa-schiff oder in die baustellen-kaserne (baustelle in jederlei hinsicht), sondern an einen ort, wo man gemütlich ein bier zischen, sich unterhalten, eventuell auch zu (halbwegs) guter musik tanzen kann und sich dabei nicht als schwerverbrecher fühlen muss. schliesslich gehts hier nicht um prostitution und auch nicht um illegales glückspiel, sondern um etwas ausgelassenheit.

tomh
Dienstag, 29. Juli 2008, 22:37 Uhr

das problem ist halt auch, dass in basel ALLES abgerissen wird, was stil hat, nur um eine profitbringendere nutzung zu erreichen. so wird es fast unmöglich überhaupt neue alternativen zu finden. letztes wocheende an der amerbachstrasse-party wurde es mir wieder bewusst. wo sind die neuen orte? falls jemand so eine location in basel kennt – bitte hier posten und DIE MAGAZIN eröffnet übermorgen ein club-cafe-restaurant-bar.

real ninja
Mittwoch, 30. Juli 2008, 9:39 Uhr

aus dem sudhaus könnte man den schönsten club der schweiz machen. man müsste nur diese barfuss-disco-opfer verscheuchen.
mini truppe wäre do/ es ka jez angoh

Anonymous
Mittwoch, 30. Juli 2008, 10:23 Uhr

sudhaus hat nachbarn

raketenthom
Mittwoch, 30. Juli 2008, 11:36 Uhr

der blackcrossbowl-blog hat weitere infos parat:

http://blackcrossbowl.blogspot.com/2008/07/der-baz-artikel.html

El niño
Donnerstag, 31. Juli 2008, 16:17 Uhr

Man munkelt ja, dass das Verbot schon bald wieder aufgehoben wird.

feigling
Donnerstag, 31. Juli 2008, 16:44 Uhr

Wenn diese Leute, die nur das halbe Volk vertreten, immer wieder denken, mit solchen Aktionen das Lärmproblem zu lösen und auch noch recht behalten: das kanns doch nicht sein.
Müsste man nicht einfach, um ihren Irrtum zu demonstrieren, jede Nacht um 3 Uhr in kleinen Gruppen an vielen, immer ändernden Orten, verteilt über die ganze unschuldige Stadt einen Riesenkrach veranstalten?
Irgendwann müssen die Ignoranten dann einsehen: Am besten es gibt Orte, wo man das darf.

raketenthom
Donnerstag, 31. Juli 2008, 16:50 Uhr

laut blick am abend gehts schon ab heute bis um 5i…

Anonymous
Donnerstag, 31. Juli 2008, 17:28 Uhr

blick am abend hat text mit inhalt?

Gib Senf

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