VINYL-SHOPPING IM STÜCKI

yeah, it’s possible – wie man in der baz-galerie sehen kann. obwohl das saturn-sortiment auf den ersten blick vor allem ein spandex tragendes publikum mit jahrgang 65-75 ansprechen dürfte. so oder so: vinyl kaufen im saturn ist irgendwie wie brot kaufen in der migros oder unterhosen im coop: möglich, praktisch, aber nicht wirklich lobenswert. also lieber hierhin.
tschau sepp
Donnerstag, 24. September 2009, 14:52 Uhr
kommt das kotzen. zum glück hab ich mich mittlerweile von der apple-kauf-idee verabschiedet, sonst wär ich heut wohl noch auf die 999.- reingefallen.
starttomelt
Donnerstag, 24. September 2009, 15:09 Uhr
In den Plattfon und 40.- für eine neue LP ausgeben? Das geht vielleicht wenn man sich all drei Monate mal ein Album auf Vinyl kauft, was bei mir nicht der Fall ist. Immer 10 Stutz mehr pro Platte zahlen rechnet sich aus und gibt dann bei mir Ende Monat gut und gerne 100-200 Stutz haben oder nicht haben…
tschau sepp
Donnerstag, 24. September 2009, 15:18 Uhr
da hast du vollkommen recht!
Â
es gibt noch andere möglichkeiten um verkäuferfair und (vorallem) preisgünstiger vinyl einzukaufen. man möchte ja mit seinen einkäufen nicht nur einen sehr schwerverkäufliche liebhaber und exoten stock finanzieren, sondern vermehrt auch den laden unterstützen, damit er vertiefter auf die bedürnisse des einzelnen kunden eingehen kann.
gratuliere
Donnerstag, 24. September 2009, 15:31 Uhr
verkäuferfair > ab sofort und bis auf weiteres platz 1 in der rangliste “unwort 2009″.
tomh
Donnerstag, 24. September 2009, 15:33 Uhr
klar – auch ich habe schon im media markt vinyl gekauft. bei 17.90 für ein album unwiderstehlich – so viel habe ich früher für 12″s bezahlt. @sepp die frage ist halt die: lohnen sich die zusätzlichen 10.-, um einen exoten-stock zu finanzieren? meiner meinung nach findet man genau rarities eher auf ebay also im laden um die ecke. falls doch – hat man oft glück und zahlt weniger als bei ebay.
aber zurück dazu, warum man die sagenumwobenen “10.-” investieren sollte: man unterstützt damit leute, die ein risiko eingehen, in dem sie ein lokal mieten und etwas, das nicht auf ein massenpublikum ausgerichtet ist, verkaufen. allein die tatsache, dass solche alternativen (nicht im hirschi-sinn) orte existieren und hoffentlich auch in zukunft noch existieren werden (das bezieht sich nicht nur auf musik), sollte eigentlich von jedem urbanen bewohner, der in irgend einer form an der alternativkultur teilnimmt, unterstützt werden. ein verschwinden dieser orte hätte eine verwässerung der kultur zu folge. was schade wäre. ausserdem ist es immer noch schöner, in einer freundlichen umgebung (mediamarkt und saturn gehören sicher nicht dazu) sich vinyl anzusehen und anzuhören, sprich: vielleicht auch mal wieder analog neues zu entdecken. im media markt kaufe ich jeweils alben, die ich schon auf dem ipod zu tode gehört habe und sie immer noch so gut finde, dass ich sie auf vinyl haben muss. da lohnt es sich vielleicht, schnell 5min beim mediamarkt beim bahnhof (wo das vinylangebot zum glück gleich neben der kasse ist) reinzuschauen. aber sonst?
sepp
Donnerstag, 24. September 2009, 15:44 Uhr
klar! rar gewordenen platten suche ich meistens sonstwo. und trotz z.t. mehreren einkäufen von 20+ platten in gleichen laden (jährlich) möchte ich ja auch keinen discount rabatt.
ich kaufe nicht bei MM oder neu S weil ich dort nicht fündig werde, genau aus dem von dir beschrieben grund, bzgl. den alternativen orten.
naja egal. viel spass im stücki! :)
sepp mag unwörter!
c.r.e.a.m.
Donnerstag, 24. September 2009, 16:17 Uhr
ich verstehe einfach nicht, warum ich leute unterstützen soll, die trotz aller gegenläufigen trends zum hundersten mal re-re-re-opening eines ladens feiern, in welchem sie platten anbieten, die ich schon jahre zuvor auf beatport gekriegt hab. nur WEIL sie es tun? ich weiss nicht.
damit....
Donnerstag, 24. September 2009, 17:40 Uhr
das auch noch schnell gesagt wurde:
save the vinyl!
JMCoolG
Donnerstag, 24. September 2009, 18:35 Uhr
In Sachen Kulturförderung möchte ich mich ehrlich gesagt sehr ungern auf das Mitgefühl meiner Mitmenschen verlassen müssen, gehe aber trotzdem gerne ins Plattfon und zu Edi (Absolute-Records.ch) Der geht hier nämlich auch immer vergessen…
recordman
Donnerstag, 24. September 2009, 19:01 Uhr
nun ja. wer die geschichte von plattfon kennt, der weiss das die re-openings nicht gewollt waren und sie nun froh sind endlich einen richtigen ort gefunden zu haben an dem so ein laden sinn macht. wer von 10.- unterschied redet, soll sich doch mal bitte dieses video ansehen: http://www.nerdcore.de/wp/2009/01/24/doku-the-final-days-of-full-circle-records/ saturn und co. bieten vinyl nicht zu solchen preisen an weil sie nett sind, sondern nur weil man sich dann auf dem weg zur kasse evtl. noch ein laptop kauft. da kann kein plattenladen mithalten, denn diese verdienen damit noch ihr geld um sich über wasser zu halten. ich war heute im saturn und habe mir das angebot angesehen. das angebot kommt nie an das von plattfon heran. ziemlich viel mittelmässiger mainstream und dann noch einige ausnahmen. auch von den besagten roxy angestellten (siehe bildbeschreib beim verlinkten baz artikel)war keine spur.
wer öfters bei plattfon einkauft weiss, dass man dort immer wieder sehr interessante dinge findet, welche man bei saturn und co. nie finden wird. und wieso vergleichst du beatport mit einem plattenladen? macht überhaupt keinen sinn. auch online kann man platten billiger kaufen. das liegt meist daran, dass das riesige lagerhallen im nirgeendwo sind, wo schlecht bezahlte arbeitskräfte den ganzen tag vinyl aus den regalen fischen und verpacken. zudem kommt der starke euro und die zölle die man bei importen zahlt. bei plattfon verdient übrigens keiner was und die preise sind mehr als fair.
c.r.e.a.m.
Freitag, 25. September 2009, 0:05 Uhr
weil beatport mir, rein musikalisch gesehen, genau das gleiche bietet. früher, schneller und billiger. und es hat auch nie jemand behauptet, dass saturn und co. nett sind, aber man kann auch krampfhaft an geschäftsmodellen und medien festhalten, die schon lange mausetot sind, anstatt sich mal um einen anständigen online store zu kümmern oder wenigstens ein paar mails an fucking apple zu schicken, damit sie endlich mal bessere qualität anbieten und ihr itunes flac kompatibel machen…in der ‘hauptstadt’ haben das anscheinend ein paar begriffen http://www.p45.ch/media/photo/090726_sonntagszeitung.pdf
starttomelt
Samstag, 26. September 2009, 0:58 Uhr
Jungs, mal ehrlich: Wann habt ihr das letzte Mal im Plattfon etwas “Interessantes” gefunden? Der Stock dort ist seit ca. 213 Jahren der gleiche.
Apropos: Will jemand einen meiner 17 Laptops die ich bei den letzten Besuchen im Media Markt bei Vinylkäufen per Zufall auch noch gekauft habe?
jmcoolg
Samstag, 26. September 2009, 11:57 Uhr
es ist etwas völlig anderes, wenn man einfach die beatport sales charts runternudelt oder eben ein individuell zusammengestelltes set spielt. wenn man in einen plattenladen geht und sich durch die kisten wühlt, auch wenn es zum teil ein extrem veralteter stock ist, dann findet man dinge, die vorerst nicht zusammen passen wollen. am ende stellt man dann eben querbezüge her, die eben nicht jeder so spielen würde. knappheit an mitteln zwingt einem dazu kreative lösungen zu erarbeiten. ein plattenladen gehört in jede stadt. man muss halt auch mal in anderen städten platten kaufen gehen. die richtig erfolgreichen djs sind meist auch gute digger. ihre sets glänzen dann eben durch ganz spezielle momente. man nehme zum beispiel einen ricardo villalobos oder prins thomas. die spielen zum teil ziemlich krude sets. drei monate später hört man dann das gleiche vom provinz dj, der meint er sei individuell, wenn er das set von eben genannten grössen nachmacht und glaubt, keiner merkt es. die grosse masse merkt zwar nicht, wenn ein star geiger in der u-bahn spielt. darum geht aber nicht. die verelendung in der mittelmässigkeit ist ein alter zopf des problems der vollständigen konkurrenz des marktes. vorwärts gehts aber nur durch innovation, nicht imitation. das internet ermöglicht einem zwar den zugang zu allem und erleichtert vieles, da ist imitation eben der bequemere weg als innovation. ein weiterer vorteil von plattfon und co ist, dass man dort eben dinge findet, die schon lange vergriffen sind. hab dort erst kürzlich etwas schönes gefunden, für das andere leute sich ein finger abhauen würden ;-)
c.r.e.a.m.
Samstag, 26. September 2009, 14:16 Uhr
Was das Djing anbelangt, geb ich dir in den meisten Punkten absolut recht. Deine Argumentation ist aber auch etwas merkwürdig. Du verbindest nämlich Dinge, die, meiner Meinung nach, nichts miteinander zu tun haben. Natürlich ist es volkommen öde Beatport sales charts zu spielen, aber woher ich ein Musikfile habe, hat doch nichts damit zu tun, wie ich es einsetze. Wenn Prins Thomas in einen Plattenladen geht, kauft er sich eine Platte, die er noch nie als MP3 oder noch nie sonstwo angetroffen hat, das ist, meiner Meinung nach, noch der einzige Grund heute zu diggen. Abends spielt er dann diese Platte nach, keine Ahnung, irgendnem Villalobos track aus 2004, den er sich am selben Tag bei Beatport gekauft hat. Was ich damit sagen möchte, die Herkunft eines Files oder einer Platte ist doch vollkommen egal, wichtig ist wie, wann und warum man sie spielt. Und da gibt es sicherlich Leute, die das besser können als andere, da geb ich dir recht. Ausserdem , glaube ich aber, ist es auch möglich im Internet zu ‘diggen’. Es gibt tausende von oskuren Musikblogs etc., die dir Dinge anbieten, die du ohne Netz nie im Leben angetroffen oder entdeckt hättest. Meine Musikwelt wäre jedenfalls einiges kleiner ohne Netz.
vinyllieber
Samstag, 26. September 2009, 22:44 Uhr
lustig, da wird was gemotzt von wegen unfaire arbeitsbedingungen in nem lager bei bestellung über online service und im plattfon verdient man gar nichts! lol.
thom nagy
Montag, 28. September 2009, 11:36 Uhr
ich bin fest überzeugt davon, dass das “diggen” im netz ein viel spannenderes set zur folge hat, als die begrenzte auswahl in einem plattenladen. denn diese ist immer schon eine vorselektion des einkäufers. und ich finde es ziemlich seltsam, automatisch anzunehmen, dass man bei beatport die topten eines bekannten djs einkauft und dann abends genau so abspult. dieses argument höre ich immer wieder. scheint mir ein argumentations-strohhalm von vinyl-puristen zu sein…
Anonymous
Donnerstag, 8. Oktober 2009, 15:25 Uhr
meinst du im netzt ist die auswahl nicht auch beschränkt, last fm etc. sind ja genau deshalb bekannt geworden weil sie ja nach style usw. deine auswahl automatisch einschränken. viele internet radios sind auch auf gewisse dinge reduziert. bei blogs das selbe. nicht das es was falsches wäre wenn das so ist finde es auch teilweise spannend.
wegen fachhandel ist es halt wie bei allem. wird es wohl wenige spezialitäten läden geben. da gehört plattfon sicher inzwischen auch dazu. das einzige was da noch fehlt ist ein besserer webshop.
aber das sortiment finde ich da wirklich gut und es lässt sich auch immer mehr und schneller stuff bestellen und es ist nicht alles teuer da. sogar sehr anständig. auch für sammler items teilweise. how ever..
klarheit schafft menschen
Freitag, 9. Oktober 2009, 9:58 Uhr
beides gut, alles gut. die einen machen dies die anderen machen das. und dann machen alle noch beides zu zweit.




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