VILLAGE SAUVAGE IN RIEHEN

wie wahrscheinlich die meisten mitbekommen haben, fand am wochenende in riehen die village sauvage statt. 10 häuser wurden besetzt und mit musik verschiendenster stilrichtungen bespielt. die besetzer fordern unkommerzielle, selbstverwaltete Freiräume für Basels Jugend und wollten damit auch die nutzung des öffentlichen raums thematisieren.
und ja ihr habt recht: wir waren auch schon schneller im berichten. da wir selbst die ganze zeit da waren und erst jetzt aufgestanden sind: sorry für die verspätung.
nach langem hin und her überlegen sind wir am freitag abend doch noch nach riehen gefahren. zu vertraut, zu abgelutscht sind die basler clubalternativen (in denen leider genau die alternativkultur einen immer geringeren platz einnimmt), um einen solches fest zu ignorieren. ankunft: 01.30. wegradelnde angetrunkene. bereits-alles-verpasst-hab-angst. zu unrecht. nach betreten des areals konnte man den ankommenden besuchern die gedanken direkt vom gesicht ablesen: was geht denn hier ab? oh, das ist gross! euphorie! staunende gesichter. und nach 20 schritten weiter ins neblige areal hinein war uns bereits klar: von diesem anlass wird man noch jahre später erzählen. das publikum war ziemlich durchmischt. gymschüler von 16 aufwärts, alternative, hunde, immatrikulierte der phil 1. fakultät, immatrikulierte der HGK, vertreter der kreativkultur, svp-nachbarn, die nicht schlafen konnten, pyroman(inn)en und immer noch nicht partymüde mittdreissiger.offensichtlich war sich niemand zu schade, bei dem unfreundlichen winterwetter mit dem fahrrad nach riehen zu fahren. ergo: die stimmung war grossartig. [fussnote: zwischenzeitlich erfreuten wir uns an dem gedanken, hier handle es sich quasi um einen friedlichen "clash" zwischen den betroffenen der kunstattacken von letzter woche und ihren mutmasslichen (see facebook discussion reh4) angreifern.]
in riehen angekommen, brauchte man eine weile, um sich in dem tschernobylhaften, wilden dorf zurecht zu finden. das angebot an verschiedenen kellern, die alle ein eigenens soundsystem hatten, war so gross, dass man zuerst einen moment mit auskundschaften und aushorchen von hĂĽtten und kellerräumen beschäftigt war. von punk, reggae, goa, tech, elektro waren prinzipiell alle stile vertreten. auch livebands fehlten nicht. wir sahen z.b. manana me chanto oder zisa (bild oben). beide passten optimal ins alternative umfeld und das publikum (hier drin ein wenig jĂĽnger) ging voll mit, befreite kuba und liebäugelte mit dem anarchismus – zumindest fĂĽr diesen abend. a probos cuba libre: an der bar gab es manchmal fast alles, manchmal fast nichts. aber das kĂĽmmerte niemanden – bei den preisen (drinks 5.-) sowieso nicht.
“3 vodka tonic”
barkeeper: “kann man das trinken?”
“das isch beschte”
barkeeper: “das kenne ich gar nicht”
“das ist saugut”
barkeeper: “also drei vodka mit cola?”
“nein tonic”
barkeeper: “na dann…tonic”
gut, auch wir haben mit 17 vor allem bier oder ähnliches getrunken und sicher keinen vodka tonic, nur weil er mal in einem murakami roman glorifiziert wurde. die drinks kamen, die party ging weiter. und  irgendwann fanden auch wir unseren bestimmungsort und tanzten bis früh zu schweren dubstep-bässen von guyus (mad props an dieser stelle).
am samstag gings nochmal von vorne los. nur: mit doppelt so vielen leuten (mund-zu-mund-propaganda funktioniert immer noch am besten). feuer, freude und tanz ĂĽberall. was will man mehr? zwischendurch treffen sms aus den “etablierten” clubs in basel ein. der inhalt ist meist der selbe: nix los hier. bei fast 4000 gästen (angabe veranstalter) im village sauvage nicht verwunderlich. später sind wir dann im elektronisch balearischen keller von diskomurder (zaber riders) und pharao black magic gelandet und tanzten in den morgen hinein, während man durch das kellerfenster draussen die feuer zwischen den häusern flackern sah. wahrlich “sauvage”.
fazit: ein voller erfolg. schlussendlich sind es genau aktionen wie diese, die fĂĽr das “leben” im basler nachtleben verantwortlich sind. danke an alle die mitorganisiert, mitgewirkt und miterlebt haben. und hoffentlich auf bald.
maui
Sonntag, 18. Oktober 2009, 21:05 Uhr
war wirklich toll! schade nur das gewisse nichts besser zu tun hatten als ihren neuen freiraum gleich wieder zu kleinholz zu verarbeiten. und eine musik-stilrichtung fehlte ganz eindeutig: ende 70er – anfang 80er – zĂĽri brennt – hausbesetzter punk.
waggis
Sonntag, 18. Oktober 2009, 21:05 Uhr
punk-caipis, bier, brettertrance, schlamm, regen, major lazer, leucht-stirnbänder, decke so niedrig dass man sie anfassen kann, schöne leute, hässliche leute, brandwunden überall, zerstörungswut, wut über zerstörungswut die sich in zerstörungswut entlädt, flotter minimal-house, dönerteller & pizza zum frühstück. very nice das ganze!
hans
Sonntag, 18. Oktober 2009, 21:13 Uhr
alles in allem super sache, der ganze vandalismus, autospiegel etc. wurde wohl eher von rechten betrieben, um das schlechte medieale erscheinungbild wieder auf die bösen “alternativen” zu schieben, hat sich ja super gelegenheit geboten.
fals falsche vermutung, lasst doch bitte das nächste mal den anwohnern ihre sachen ganz, sorgt nur für mehr unverständniss.
tomh
Sonntag, 18. Oktober 2009, 21:23 Uhr
@waggis perfekt subsumiert!
NetterOnkel
Sonntag, 18. Oktober 2009, 21:52 Uhr
Nettes Detail zur VS: Die Anwohner waren zum Teil auch als Gäste aus dem Areal anzutreffen und bestätigten, dass es sich bei den Vandalismusgerüchten um einen einzigen abgebrochenen Rückspiegel handelt. Auch die Polizei war freundlich.
Weniger nett war, dass um Sonntag morgen, als bloss noch 2 Keller bespielt waren, 8 Rechtsextreme gedroht haben mit einer Hundertschaft zu erscheinen, falls man das Areal nicht verlasse. Es blieb bei der Drohung, da man sowieso ging.
Einen Dank noch an all die Leute, die aktiv mitgemacht haben und sogar am Sonntag den Abfall zusammengelesen und in Bebbisäcke gefüllt haben.
major
Sonntag, 18. Oktober 2009, 23:05 Uhr
eine wahre adrenalinspritze fĂĽr basel!
der event des jahres… hat mich ein klein wenig an die hardturm stadion besetzung erinnert, bloss ohne tränengas und gummischrot. danke an die entdecker!
bot
Montag, 19. Oktober 2009, 11:02 Uhr
wow, hier noch eine ganz tolle berichterstattung von telebasel. ziemlich einseitig. http://www.youtube.com/watch?v=AwCvryj6UdA . ausserdem versuchen sie zwanghaft neubasel und deren politischen unterstützer mit der veranstaltung zu verknüpfen. bravo! neubasel hatte nichts damit zu tun und hat lediglich via facebook auf die veranstaltung hingewiesen, als sie bereits über diverse kanäle kommuniziert wurde.
Barkeeper vom Kindergarten
Montag, 19. Oktober 2009, 11:32 Uhr
hola.
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danke fĂĽr den netten bericht!
vodkatonic isch wirklich s`beschte, habs probiert!
und auch wenn nicht viel viel älter, 17 bin ich auch nicht mehr.:-)
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tomh
Montag, 19. Oktober 2009, 12:42 Uhr
@barkeeper hehe super, danke nochmals fĂĽr die drinks!und betrachte meine altersverschätzung als kompliment – lieber zu jung als zu alt ;) vodka tonic entfaltet seine wirkung vor allem nach jahrlangen nächten voller zuckrigen drinks a la cuba libre, vodka red bull etc, die man einfach irgendwann gsehen hat – wie ĂĽbrigens auch das nachtleben in basel. und darum war village sauvage auch so eine willkommene abwechslung. weiter so!
Meason
Montag, 19. Oktober 2009, 13:00 Uhr
Isch eifach genial gsi!!
witer so!!
paradise
Montag, 19. Oktober 2009, 15:00 Uhr
aifach wunderbar! party party vo frittig bis samschtig eifach nur killer gsi! aber au organisation, durchfiehrig und die sonntäglichi uffruumaktion! aimoolig fĂĽr riehe…schön au s bild vom quartier syt sunntig nomidaag…verzierti wänd und ussagekräftigi parole…
näggscht friehlig in dr stadt!
wer isch genau an de turntables gstande am sam./sun. uf die drei!? kindergarte het grockt!
premiumbs
Montag, 19. Oktober 2009, 16:06 Uhr
ich konnte ĂĽbrigens wunderbar schlafen :-)
jetzt stellt sich nur die frage was man mit den häusern noch so alles anfangen kann…hehe….
Barkeeper vom Kindergarten
Montag, 19. Oktober 2009, 17:09 Uhr
@tomh.
kein problem. bei ca. 1800 verkauften bier und hunderte von longdrinks wart ihr aber die ersten uns letzten die einen vodka-tonic bestellt habt.
@paradise
programm im kindergarten war: freitag: flashmob, zisa & dj samller (setze)
Samstag: Manana me chanto und DJ Edin
b k
Montag, 19. Oktober 2009, 18:57 Uhr
“decke so niedrig dass man sie anfassen kann” +Â gute musik. es war h-e-r-r-l-i-c-h!
Hail GemĂĽsesuppe
Montag, 19. Oktober 2009, 19:52 Uhr
Erwenenswert ist auch die Essens versorgung, ein Hoch auf die GemĂĽsesuppeverkäufer und ihre MĂĽtter…
ra
Montag, 19. Oktober 2009, 20:45 Uhr
super, dass das stattfand. sehr schön ausgekundschaftet, zusammengearbeitet und durchgezogen. die gespenster der dort verbrachten vorstadt-kindheiten waren auch auf angenehm gruselige weise in der luft (klettergerĂĽst! teppichstange! schneewittchen auf der kindergartenwand! und dass alles im nebel bei feuerlicht). trotzdem ein paar kritische beobachtungen/bemerkungen: ich fands schon seltsam, da extrem penetrante parolen zu lesen wie “wir brauchen keine subkultur, sondern revolte” und “revolte statt kunst” und “vandalismus gegen standaufwertung” – dies richtet sich ja eingentlich gegen den anlass selbst und hat ein paar tage nach den anschlägen auf reh4-läden auch einen doppelt seltsamen eindruck hinterlassen. wurden die parolen vorher hinterlassen, quasi gegen die veranstaltung? zusammen mit dem tĂĽren-rausschlagen etc. ĂĽberall hat das leider doch den gesamteindruck des destruktiven hinterlassen. ausserdem wurde weder aus dem ort selbst besonders viel gemacht, noch zusätzlich, ähm dekoriert (muss ja auch nicht unbedingt sein, wäre aber etwas *gegen* die abbruchstimmung gewesen). fĂĽr mich wars zu stark: einmal die sau rauslassen, statt: etwas aufbauen. ich wĂĽrde mir echt eine kulturelle besetzung o.ä. (vgl. in ZH sihlpapier, rĂĽdiger etc. – ohne jetzt eine weitere basel-tsĂĽri-diskussion starten zu wollen) wĂĽnschen, die länger besteht, auch wenn sie weniger gross ist, und wo es ums aufbauen geht.
Â
ra
Montag, 19. Oktober 2009, 20:56 Uhr
nachtrag: das destruktive kam natĂĽrlich nicht direkt von den veranstaltern selbst.
subkulturbedĂĽrftiger
Montag, 19. Oktober 2009, 21:27 Uhr
@ra: ich finde den grossen teil der sprüche auch nicht gut und auch die aktion gegen reh4 genau so scheisse wie wohl wir alle hier. die mit den penetranten sprüchen treten eben besonders penetrant in erscheinung, und auch noch die sprayer vom sprayen falscher parolen abzuhalten wäre bei all den randalen am freitag echt zu viel gewesen. es ist auch schwierig etwas längerfristiges zu machen auf einem gelände für das es schon neue pläne gibt. mehr dekor und licht auf dem gelände wäre hilfreich gewesen um der abbruchstimmung entgegen zu steuern. am samstag war es einiges besser, falls du dann nicht dort warst
bedĂĽrftig
Montag, 19. Oktober 2009, 22:04 Uhr
mir gehn hobbybesetzer aufn sack – die wollen keine verantwortung ĂĽbernehmen und auf kosten anderer billig die sau rauslassen – hat nichts mit kreativ und kunst zu tun! hoffentlich richtet sich der unmut bald direkt gegen die die es verdienen.scheiss auf dieses gruppendenken. pädergogenpunks sind scheisse
scharfer senf
Montag, 19. Oktober 2009, 22:29 Uhr
randale ausserhalb des areals sind zu bedauern..abgesehen davon war diese veranstaltung 5000 prozentig bombastisch!!! hoffe auf mehr jugendkultur in basel!!!! danke an alle organisatoren..ihr seid grossartig!!!!! bis zum nächsten mal
scharfer senf
Montag, 19. Oktober 2009, 22:33 Uhr
ich hoffe auf meeeeeeeeehr bin schon ganz traurig , dass dieses weekend zu Ende ist!!!!!!!!!!! alles neubasel oder was!
****
Montag, 19. Oktober 2009, 22:40 Uhr
bereitwillige sollen auf einfacherem wege, abwechslungsreichere, gĂĽnstigere veranstaltungen planen und durchfĂĽhren dĂĽrfen. selbstverwaltete kultur deren motivation sich nicht auf gewinn beruft.
es war gut (und so weit wies möglich war verantwortungsvoll!!) organisiert.
Es wurde auf dialog gestzt. wenn auch nicht alle besucher die richtige sprache zu sprechen vermochten.
einzig die frage: was passiert mit den einnahmen?
hoffentlich gehen diese ans nächste projekt – oder können womöglich entstandene schäden damit beglichen werden?
svp
Dienstag, 20. Oktober 2009, 1:54 Uhr
jung trifft auf “alt”. links auf mitte oder nichts. parolen auf diskussionen. vandale auf harmonie. reggea auf techno. politik auf anarchie. billiges bier auf unzählige acts. geld wurde bestimmt keines gemacht!
weiser mann mit weissem bart
Dienstag, 20. Oktober 2009, 10:22 Uhr
ying und yang und so. der ĂĽbergang von zĂĽgellosem feiern in gesetzloser umgebung zur metaphysik östlicher prägung ist ein fliessender…
(a)migo
Dienstag, 20. Oktober 2009, 10:45 Uhr
echt toll das ganze.
hinfahren, soundsystem selbst aufbauen und los geht die sause bis in die unendlichen morgenstunden.
kaum je so eine party erlebt, habt dank!
jah pulse
jugendliebling
Mittwoch, 21. Oktober 2009, 18:42 Uhr
Ich gehe davon aus, dass wer so einen Anlass planen kann auch mit den Einnahmen verantwortungsvoll umgehen kann zumal die Preise echt Human waren.
Grosses Bravo an einen Anlass den ich nie vergessen werde…
PS: sagen wir 2000 Personen waren an diesem Anlass, und ca 20 Idioten randalieren, dannn ist dies, dieses 1% Arschlöcher welches an jedem Anlass auftritt. Ich denke es wurde gut damit umgegangen von seiten der Organisatoren was ich denen auch hoch anrechne…. nochmal einen Grossen Dank
Weitermachen!
Mittwoch, 21. Oktober 2009, 21:41 Uhr
Es wird fĂĽr ne Spontane Freiraumdemo am Freitag Abend aufgerufen.
“Wie die Village Sauvage letztes Wochenende in Riehen zeigte, besteht in Basel kulturpolitischer Handlungsbedarf.
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Angesichts dieser Tatsache haben wir beschlossen, der Forderung nach unkommerziellen, selbstverwalteten Freiräumen politischen Nachdruck zu verleihen und diese auf die Strasse zu tragen.
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Wir rufen jeden dazu auf, diese Forderung friedlich, fröhlich und laut zu vertreten und sich dazu am Freitag, den 23. 10. um 20.00 Uhr auf dem Theaterplatz einzufinden.”
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Endlich:
Freitag, 23. Oktober 2009, 8:07 Uhr
Diese Wochenende wird es wieder anspruchsvoller:
SHIFT auf dem Dreispitz-Areal.
PRINS THOMAS (NOR)
EBONY BONES (GB)
PHARAO BLACK MAGIC (CH)
PAPIRO (CH)
CLUSTER (D)
(DIETER MOEBIUS & HANS-JOACHIM ROEDELIUS)
FELIX KUBIN (D)
NEEVO (CH)
THOMAS FEHLMANN (D)
PATRICE SCOTT (USA)
Viel Spass!
mhh
Samstag, 24. Oktober 2009, 12:50 Uhr
hört doch auf mit dem versuch, eine unterscheidung zwischen der tollen party (wow, party, party, party) zu machen und den parolen oder “randalen” oder “zerstörung” – was meint ihr denn, was die veranstalterInnen betrifft: das eine hat mit dem anderen nichts zu tun? ich glaube wohl, das eine hat mit dem anderen zu tun…. glaube nicht, dass es bei der villa sauvage bloss um die party ging, sehr wohl ging es ziemlich sicher auch um die entwicklung der stadt basel- eben auch politik. und ob die leute, die die gentrifizierungscrashs in den wochen vorher in basel gemacht haben und diejenigen, die die villa sauvage organisiert haben, wirklich einfach so weit auseinander sind voneinander, wie ihr hier drin teilweise meint glauben zu mĂĽssen – i’m not sure about that!!! und ich hoffe es vor allem nicht. und wenn ihr so weiterargumentiert, endet es wie bei der stadtzgi-geschichte: “kulturpisser fuck off” (und das teilweise zu recht) gegen die “ideologisch verblendeten politos” – das ist langweilig, das!
wo kommt denn die sauvage und artikulationsidee her? aus der oft genug in sich selbst bezogenenen “kunst”- und “kultur”szene sicher nicht. kunst und kultur ohne politik = scheisse – oder was?
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mhh
Samstag, 24. Oktober 2009, 12:52 Uhr
und zusatz:
was ist an “zerstörung” schlimm, die stattfindet in häusern (aufgeräumt!), die am tag nach der “party” dann abgerissen werden? eine seltsame entrĂĽstung, das… (und dabei rede ich nicht vom autospiegel des nachbarn).
raketenthom
Samstag, 24. Oktober 2009, 14:26 Uhr
ich wĂĽrde mal die kĂĽhne behauptung aufstellen, dass der politische aspekt 90% der besucher schnurzpiepegal war/ist. es ging vor allem darum, rambazamba in einer form zu betreiben, wie man es sonst nie kann. ohne sich lang gedanken darĂĽber zu machen, was das jetzt fĂĽr “die entwicklung der stadt basel” zu bedeuten hat. bei diesem event seh ich keinerlei nachhaltigkeit, ausser der bestätigung der alten weisheit, dass junge menschen gerne radau machen. was den spassfaktor des ganzen in keinster weise vermindert. aber hier grosse politische dinge rein zu interpretieren halte ich fĂĽr “putting lipstick on a pig”.
@raketenthom: word!
Samstag, 24. Oktober 2009, 15:31 Uhr
die politischen floskeln von wegen freiräume etc. können wohl bloss als “legitimierung” dieser veranstaltung gesehen werden. wenn die veranstalter politisch etwas bewirken wollten, dann hätten sie auch eine diskussion oder ähnliches organisieren sollen.
b k
Samstag, 24. Oktober 2009, 18:27 Uhr
word @ raketenthom & word @ @raketenthom:word. punkt.
mhh
Sonntag, 25. Oktober 2009, 11:16 Uhr
an die drei unter mir: in dem aspekt habt ihr wohl recht: was per se so eine veranstaltung in ihrer aussage an sich mit politik oder forderungen oder artikulationen zu tun hat – und was der grossteil der besucherInnen damit verbindet: zwei dinge, logisch. glaub auch, dass den meisten die “politischen floskeln” egal waren.
ob dem so ist oder nicht: trennen lässt sich’s nicht.
@mhh
Sonntag, 25. Oktober 2009, 23:56 Uhr
ja und? natürlich geht es bei jeder veranstaltung oder handlung immer noch um etwas anderes. alles ist in einem kulturellen kontext verankert und jede handlung macht eine kulturelle (manchmal auch eine politische) aussage. so what? es fragt sich eher, ob die leute sich ihrer aussage bewusst sind (klasse an sich oder klasse für sich). die meisten dort sahen das ganze wohl mehr als eine bestätigung dafür, dass in basel was läuft und hatten in erster linie einfach spass.
wieso ist es dir (mhh) ĂĽberhaupt so wichtig dass die parolen und der restliche spass mit der party zusammenhängt? am schluss ging es ja (nicht-abstreitbar) auch den randalen und parodierenden junggesellen nur um spass! denn ich glaube nicht dass randalieren und parolenschreiben (und auch nicht das ausdenken von parolen) eine politisch wirksame handlung ist – es ist (kann ich aus erfahrung sagen): reiner spass!
wenn man es also so sieht, dann hast du (mhh) völlig recht: man kann die party nicht von den parolen und so trennen: beides ist spass! für die einen ist partymachen spass und für die anderen ist halt etwas anderes spass!
ja, du hast also ganz recht, wenn du oben fragst: “kunst und kultur ohne politik = scheisse” oder was? und dabei mit politik spass meinst! weil: kunst und kultur ohne spass = scheisse oder was!
@ @mhh
Montag, 26. Oktober 2009, 14:20 Uhr
ja. spass. hemmungsloser hedonismus. oberfläche in reinkultur. jupiduu. das sinnentleerteste und dümmste was je auf diemagazin.ch geschrieben wurde. und das will etwas heissen.
dj superlaser
Montag, 26. Oktober 2009, 16:48 Uhr
also ich finde es extrem wichtig, dass man nicht einfach oberflächlich party macht und spass hat, sondern dass man mit seinen individuellen dance moves eine klare politische warnung an das establishment sendet. man kann ja auch z.b. selber t-shirts mit politischen slogans machen oder cd’s mitnehmen mit politischen liedern. einfach etwas gegen die da oben tun! das finde ich also schon sehr wichtig.
du superlaser, du
Montag, 26. Oktober 2009, 17:24 Uhr
1. nicht wirklich lustig. nice try though.
2. der kommentar von @mhh war einfach zu doof um so stehen gelassen zu werden können zu dürfen einfach so.
3. ist eh alles pipapo.
go and read
Dienstag, 27. Oktober 2009, 11:18 Uhr
Ein altes nordkoreanisches Sprichwort besagt: Wer mit seinen eigenen Waffen (시물 = gemacht zum Eindringen in die Tiefe des Fleisches) gestochen wurde, geht zum Nahkampf (스 = an der Oberfläche/auf der persönlichen Ebene) über und verliert damit nicht nur den Kampf sondern auch die Ehre.
@kim jong il
Dienstag, 27. Oktober 2009, 11:31 Uhr
eine aura von mystik ist ja schön und gut, aber was meinst du damit genau?
kim jong il
Dienstag, 27. Oktober 2009, 12:07 Uhr
Entweder es war bloss zum Spass oder es bezog sich auf die Diskussion oben.
Entweder: lese oben! Oder: gehe zu wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Reductio_ad_Hitlerum
Â
raketenthom
Dienstag, 27. Oktober 2009, 13:11 Uhr
Reductio ad Hitlerum: da sage noch einer, das diemagazin-publikum sei nicht gebildet.
_
Dienstag, 27. Oktober 2009, 14:44 Uhr
wikipedia hat nichts mit bildung zu tun, vielmehr mit verlinkung.
das apolitikerIn
Dienstag, 27. Oktober 2009, 14:57 Uhr
na wenn wir uns schon im nahkampf befinden, warum nicht eine solche reductio anwenden:
hitler führte gerne und nicht selten feste (auch märsche, sportanlässe oder bücherverbrennungen) mit politischen aussagen, parolen und symbolen durch (und er wäre sicher auch gegen die ungebildete und entartete verlinkungsart der seite wikipedia.org gewesen) also sind feste (und auch alles andere) mit politischen aussagen, parolen und symbolen schlecht!
aua
Dienstag, 27. Oktober 2009, 16:17 Uhr
die dummheit nimmt ĂĽberhand hier.
DIE MAGAZIN » Blog Archive » 2009: THATS IT, THATS ALL
Dienstag, 29. Dezember 2009, 0:19 Uhr
[...] 1. village sauvage. [...]
FB-Nicks.de
Mittwoch, 20. Oktober 2010, 3:15 Uhr
Der schnellste Weg zum Herzen eines Mannes ist der mit einem scharfen Messer durch die Brust!…
Dieser Blog-Artikel ist echt schön, ich werde dein Blog jetzt öfters weiterbesuchen, mach weiter so…




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