POP-TALK IM PLATTFON: SO WARS (UNGEFÄHR)

es war interessant gestern am poptalk. verdammt viele leute drĂ€ngten sich ins plattfon, die meisten von ihnen aktivisten irgendeiner art von kultur. wĂ€hrend am anfang noch biographien abgespult wurden – kasetten-labels, von hand kopierte fanzines und pistolentalk in schummrigen punk-spelunken – wurde es richtig spannend, als das pulikum in die aktuelle diskussion mit einbezogen wurde, die da heisst: das ewige lamento von basel. provinz? zuviel oder zuwenig los? subventionen: gut oder schlecht? was ist (alternativ-)kultur und wie soll sie bezeichnet werden?

gerade beim letzten punkt hat sich dann eines der grundlegenden probleme dieser ganzen diskussion gezeigt: jeder aktivist sprach aus seiner warte heraus und hatte mĂŒhe damit, auf die argumente des anderen einzugehen. dadurch kam die diskussion nie wirklich auf den punkt. beispiel: der betreiber eines nicht subventionierten grösseren techno-clubs ausserhalb der stadt meldet sich zu wort und beschreibt seine sicht der dinge. die antwort darauf kommt von jemandem, dem ich jetzt einfach mal eine gewisse theater-affinitĂ€t zuschreibe. er beschreibt, dass fĂŒr ihn nur dort was lĂ€ssiges entstehe, wo man zusammen reden, sich begegegnen und sich austauschen kann. im hammer cafĂ© zum beispiel. aber ganz bestimmt nicht in einem club mit 5000 (sic!) menschen. eine dritte meldet sich zu wort und fragt sich und die versammelte runde, weshalb die verschiedenen kultursparten theater, tanz und musik nicht mehr zusammen machen. der nĂ€chste wortbeitrag von altpunk andreas kreienbĂŒhl widmet sich der bezeichnung subkultur, mit der er gar nichts anfangen kann. fĂŒr ihn sollte es vielmher neben-, gegen- oder sogar ĂŒberkultur (sic!) heissen. schliesslich habe diese ja mehr geschmack. klar, diese darstellung wird der diskussion nur extrem holzschnittartig gerecht, aber ich denke schon, dass sich hier eines der grundgrundprobleme gezeigt hat: in der eitlen, oft recht selbstverliebten alternativ-kulturszene sind gewisse dinge viel zu wenig vorzufinden: toleranz und damit verbunden die fĂ€higkeit, sich in die lage des anderen hinein zu versetzen. so, jetzt hab ich noch meinen senf abgegeben.

das soll jetzt nicht heissen, dass der abend nicht gut war. ganz im gegenteil: man hörte einander aufmerksam zu, es war eine angeregte diskussion. einziges problem: um halb zehn war bereits schluss. ich gebe die schuld der nikotinsucht von marc krebs. dass das viel zu frĂŒh war, zeigte die tatsache, dass nach offiziellem diskussionsende noch stundenlang weiterpalavert wurde – diesmal einfach in kleineren grĂŒppchen vor (raucher) und im (nichtraucher) plattfon.

auf jeden fall geht ein dank an die organisatoren der ganzen chose. es war ein guter donnerstagabend.

30 Kommentare


Kommentare

tomh
Freitag, 29. Januar 2010, 14:45 Uhr

merci fĂŒr den bericht. und entsteht aus diesem schönen diskussionsabend nun etwas? wohl kaum. theater, tanz und musik sollen mehr zusammen machen? dass das bestens funktioniert, zeigt ja gerade die kaserne :)

raketenthom
Freitag, 29. Januar 2010, 15:08 Uhr

entstehen tut wohl nix. aber immerhin sassen mal die verschiedensten leute zusammen in einem raum… und merkten, dass sie unterschiedliche dinge wollen. ist doch auch schon was.

starttomelt
Freitag, 29. Januar 2010, 15:15 Uhr

SelbstverstĂ€ndlich war um halb 10 Schluss, damit danach gleich noch alle ans Thao-Konzert in die Kaserne gehen konnten… ah halt, hat dann offensichtlich kaum jemand gemacht. Liebe nur darĂŒber reden, was man besser machen könnte anstatt was zu tun.

raketenthom
Freitag, 29. Januar 2010, 15:33 Uhr

das heisst also, das mit dem nichtbesuch des thao-konzerts die chance vertan wurde, basler alternativkultur zu retten. fuck, wenn wir das gewusst hĂ€tten…

starttomelt
Freitag, 29. Januar 2010, 16:42 Uhr

Es wĂŒrde der Alternativkultur in dieser Stadt sicherlich nicht schlecht bekommen, wenn sich mal mehr als immer nur die gleichen 50-100 Leute an den Konzerten blicken lassen (aber es lĂ€sst sich halt einfach darĂŒber reden, was man Ă€ndern könnte als wirklich PrĂ€senz zu markieren). Und hey, war ja auch nicht das Grizzly xx Collective in der Kaserne, sondern nur Thao – von der habe ich noch nie eine Platte gehört, dann geh ich auch nicht hin. Und ist sowieso viel zu teuer. Und es ist so kalt draussen. Und die Kaserne ist so weit weg. Und es fĂ€ngt so frĂŒh an. Und es fĂ€ngt so spĂ€t an.

dj horror infinity
Freitag, 29. Januar 2010, 16:43 Uhr

das basler provinz-programm wird ewig lahm bleiben, solang jeder nur an den wisch geht wo seine (vermeintlichen) kollegen/freunde sind, damit man bloss nicht sein sauer verdientes wochenende allein verbringt. es gibt zuviel in der stadt, es ist aber alles praktisch immer das gleiche. jeder kleine raum wird zu einer lounge mit gesichtsloser fussel-… See Moreelektronica fĂŒr die ach so armen 25aufwĂ€rts gesellschaft, die dann wieder ‘rum palavert, es laufe nichts neues. wie soll dann auch was neues sich etablieren, wenn dieses wisch-publikum nur an die bewĂ€hrten sachen hingeht, damit sie sich pinguin-mĂ€ssig in der gesellschaft wĂ€rmen wollen. “bewĂ€hren” bedeutet hier geschĂ€ftlich lukrativ. es wird sich nichts Ă€ndern wenn jemand nur an etwas geht, wo er bloss nicht reputation verliert, keine freunde vorfindet und sich hinterfragt. bsp. dj horror infinity: was er macht ist anders. nicht weil er metal bringt, nicht weil er whigfield bringt, nicht weil er am dj-pult rumhĂŒpft etc…sondern weil er es sich erlaubt, dem verlangen des publikums, bedingungslos unterhalten zu werden, widersetzt, um dem raum zu geben, das neu ist und gesicht besitzt. er labert nicht nur darĂŒber, was neues zu machen. ER TUT ES EINFACH. und einfach bedeutet einfach. und ja, es rentiert sich nicht. das die billig-tussen und 0815-machos nicht kommen/bleiben ist kein wunder, das aber die jenigen, die immer klönen, es laufe nichts besonderes-immer das gleiche ĂŒberall-alles langweilig, nicht kommen und stattdessen an den vermeintlich unbeliebten massenanlĂ€ssen versiechen, damit sie nicht falsch das wochenende verbracht haben…das ist doch genau die sache. besonders nonchalant, wenn dann noch erwĂ€hnt wird, dass man eh kommt, aber ehrlichkeit ist in dieser kloake von urbanitĂ€t anscheinend unmöglich zu erreichen. und dann wird ĂŒber das stĂŒcki geheult buhuhu…was wĂ€re denn so anders als heut’ wenn so noch existieren wĂŒrde? EIN SCHEISS!!! denn der geist der dort existierte wurde eh nicht weiterverfrachtet, denk’ ich mal. ich kenn die zeit von damals nicht. aber wenn es wirklich so spritzig und frisch und neu war damals, wieso wird jede sogenannt illegaler shit im freien gleich wieder ein elektro-funk-weiss nicht was??? das gibt’s schon legal, mit besseren toiletten! oh, man will nicht mit den sogenannten kids rumhĂ€ngen. lieber elitĂ€r mit den 100 nasen, wo man immer kennt. alles anders als sonst oder?…so gewagt, so revolutionĂ€r. ja das ist beste stadtentwicklung. wenn 1000 clubs immer das gleiche bringen, dann ist die frage schon lange nicht mehr, wer die bessere musik bringt, sondern wo der bessere psychosoziale kontext herrscht. natĂŒrlich ist ok, frieden ist schön. aber das dann verstecken hinter dem vorwand, man suche den speziellen anlass…schön baslerische spaltzĂŒngigkeit. oh, ich hasse diese diskussionen ĂŒber die sogenannte basler kulturszene…und dann wird noch der prĂ€fix “sub-” drangesetzt, damit es bloss anders erscheint, ja nicht wie fasnacht. zwar Ă€hnlich, da voller besoffener, zwanghaft auffĂ€llig aussehender personen die jedes jahr die gleich mucke ablassen. natĂŒrlich, die stadt sieht nachher aus wie ein mĂŒllhaufen und ist riesig blockiert. aber ich sag gern: 1. die musik ist wenigstens handgespielt, 2. die aktiven fasnĂ€chtler sind zufrieden damit, 3. die fasnacht breitet sich nicht aus, die routen sind sogar eingeschrĂ€nkt worden. kann man von der suppen-kultur nicht sagen. immer am heulen, buhuhu kein platz fĂŒr was neues. DANN MACHT MAL WAS NEUES UND STECKT NICHT IMMER DEN GLEICHEN WISCH REIN DEN ES EH SCHON ÜBERALL GIBT!!! aber nein nein, man will was besonderes fĂŒr die fans der subkultur machen, oh wir mĂ€rtyrer! also fĂŒr die 100 gleichen nasen. und dann kommen wieder die sog. kids. und wegen denen wirds langweilig. aber ja nur wegen denen. nur nicht, weil das konzept des “neuen” ortes STRUNZLANGWEILIG GLEICH ist…wie naiv ist dieses dorf eigentlich??? alle diese sub-kultur-zombies könnten dankbar fĂŒr die fasnacht sein, denn in dieser zeit kommen all die pseudo alternativ-parties, damit jeder sich nicht allein mit der fasnacht abfinden/sich selbst beschĂ€ftigen muss. und die massen kommen, das geld kommt, die anerkennung kommt, nur der heiland der erhofft wird, der kommt nicht…wieso auch: er wird nicht gepriesen, er bekommt kein tempel, es wird nicht mal an ihn geglaubt. nur hintergangen, weiterhin götzenbildern huldigend und dem schnöden mammon wegen gehandelt. amen.

Marc Krebs
Freitag, 29. Januar 2010, 19:28 Uhr

Interessante Einordnung, Thom. Und, ja, nach 90 Minuten reden und zuhören dachte ich tatsĂ€chlich, dass man eine Rauchpause einlĂ€uten könnte, so eng wies war. Aber vielleicht hĂ€tte man einfach nochmals im Plenum weitermachen sollen? Immerhin ein gutes Zeichen, wenn man gerne mehr möchte nach 90 Minuten. Das ist ja bei Konzerten nicht immer der Fall. Und die GesprĂ€che danach in kleineren Gruppen waren auch  durchaus anregend – und werden, wie ich Samys wĂŒtendem Brief entnehme, hier weitergefĂŒhrt.

natĂŒrli
Freitag, 29. Januar 2010, 19:57 Uhr

nice, horror infinity! gib gutzi! hesch jo rĂ€cht. stĂŒcki wĂ€r hĂŒtt e kommerztĂ€mpel (isches jo). und sooooooo toll isches au wider nid gsi, aso sage mer: fĂŒr die generation e offebarig, well neue sound und keini öffnigs (resp. schliessigs)zyte. also e liberaleri zyt. und fĂŒr die generation vornedrah isch das wohrschins d’ASG gsi. inere repressivere zyt. jo. die wo dĂ€m hintedrii briele, sinn mittlerwiile alti seck worde (nid böös gmeint, ich zell mi sĂ€lber drzue). gönn heimlich in stĂŒcki go iikaufe und mit ihrne kids in st. johannspark und hĂ€nn s’ gfĂŒhl, die “junge” stelle nĂŒt me aastĂ€ndigs uff d’ bei (typischi alterserschiinig).
was finde eigentlich die jugendliche zum thema subkultur? vilicht findet die jo nöime anders statt, als dört wo die subkulturelli bourgoisie sie vermuetet? ;-)
ĂŒber d’ fasnacht ableschtere bringt au nĂŒt. do wĂ€re mer wider bim toleranzthema (super analyse, rakenethom), sölle die doch pfiffe und drummler, den könne mir drummle und basse (oder ebe mol öbbsi neus?).
so jetz hoffi eifach, dass du trotzdÀm an dr fasnachtsfreie zone vo radio x ufflegsch ;-)

natĂŒrli
Freitag, 29. Januar 2010, 20:02 Uhr

P.S. ich bin gegen mehr diskutieren und fĂŒr mehr machen. am reden sind schon die 68er gescheitert. die geschichte wiederholt sich. es ist das ewige recht der jugend, unbequem zu sein. ich zĂ€hl auf euch!

natĂŒrli
Freitag, 29. Januar 2010, 20:21 Uhr

P.P.S. und nostalgie ist das ewige recht der Àlteren. also vertragt euch ;-)))

roland
Samstag, 30. Januar 2010, 11:18 Uhr

gerade aus der jĂŒngeren bandszene war praktisch niemand da. ein ausdruck der neid&konkurrenz-kultur? oder was zeigt uns das? ich bin ratlos…

dj horror infinity
Samstag, 30. Januar 2010, 12:21 Uhr

das zeigt wahrscheinlich, dass sie lieber zeit aufwenden, an ihrer band und musik zu arbeiten als mit irgendwelchen (z.t. selbst nicht erwĂŒnschten)subkultur-gurus zu diskutieren, die sich gegenseitig proberĂ€ume, auftritte und sexualpartner abluchsen. die stolpern alle und machen den weg zu einem vertrĂ€glichen bandleben zusĂ€tzlich schwer, da gehen die jungen halt andere wege…

zyniker
Samstag, 30. Januar 2010, 18:21 Uhr

fernsehen ist besser als schnure.
fernsehen macht spass, ausserdem hats da immer so geili fraue.
das essen bestell ich mir bequem bei dominos pizza.
die musik tu ich abenladen.

Marc Krebs
Sonntag, 31. Januar 2010, 0:17 Uhr

Aberaber, meine Lieben. Da findet EINMAL alle zehn Jahre ein GesprĂ€ch statt ĂŒber Subkultur. Und dieses GesprĂ€ch soll quasi dem Erfolg eines Kasernen-Konzerts ein Bein stellen, nur weil 80 Leute fĂŒr einmal reden statt Musik machen und/oder Konzert besuchen wollten? Und so ein GesprĂ€ch soll fĂŒr die FĂŒchse sein, weil man in diesen zwei Stunden auch Musik hĂ€tte machen können? Die könnte man ja auch machen in jener Zeit, in der man seinen Frust an der Tastatur ablĂ€dt.  MerkwĂŒrdig finde ich diesen Grabenkrieg, der sich hier auftut. Ein bisschen wie trotziger SchĂŒler und enttĂ€uschte Lehrer. Bringt nix. Ich glaube, Toleranz innerhalb im Grunde gleichgesinnter wĂ€re konstruktiver. Alles andere bringt so viel wie alternativen Kleinbasler LĂ€den (auch sie: idealistische Macher, die etwas erreichen wollen) das Schaufenster einwerfen und «Kunschtis raus» schreien.

tiger
Sonntag, 31. Januar 2010, 1:45 Uhr

aus horror infinity’s zeilen spricht vor allem eins: frust ĂŒber die eigene bedeutungslosigkeit.

the horror
Sonntag, 31. Januar 2010, 9:58 Uhr

ach marc, ich möchte mich wieder mit dir vertragen, denn du bist so toll.

Linder
Sonntag, 31. Januar 2010, 21:24 Uhr

Ich fand den Anlass gut – es geht letztlich um verschiedene Anliegen. Ist halt wie in der Politik, jeder macht dann sein eigenes Ding draus, und stellt es ĂŒber alles andere. Subkultur ist soweit gut, aber man darf dies auch nicht in die Atomteile reduzieren. White Stripes hat mit Seven Nation Army auch mal einen Song geschrieben mit independent  Groove, und letztlich den offiziellen Fussball-WM Song verdrĂ€ngt, durch die Zuschauer selber eingefĂŒhrt. Green Day haben ja – schiins – auch mal im Hirschi gespielt, und jetzt halt im Hallenstadion. Diese Grenzen sollte man etwas entspannter sehen. Es braucht beides: Eine Musik-Halle, wo dEUS und auch Patent Ochsner full-house auftreten. Und kleine Clubs, wo der Nischen-Charakter zum Zug kommt. Wenns am selben Ort zu Stande kommt – kleine RĂ€ume und eine grosse Halle – dann zieht das eine das andere an. Dann profitieren alle. Es ist kein Gegeneinander. Ein CafĂ© Hammer ist doch geil, aber auch ausverkaufte SĂ€le, das tut der Stadt Basel gut. Oder nicht?

dj horror infinity
Montag, 1. Februar 2010, 0:59 Uhr

@tigerli: aus deinem input spricht hindessen einiges
- das dj horror infinity bedeutungsvoll ist, sonst hĂ€ttest du die mĂŒhe die super-ferndiagnose zu stellen wohl nicht auf dich genommen / – du schon eingehend erfahrung mit dj horror infinity hattest, denn ĂŒber etwas/jemanden zu schreiben ĂŒber das man keine ahnung hat, das wĂ€re schon peinlich… / – du lieber ĂŒber dj horror infinity’s gemĂŒtszustand nachdenkst als ĂŒber denn inhalt seiner ausfĂŒhrungen, denn du kennst ja dj horror infinity so gut / – infolge dieses gedanken du anscheinend zufrieden bist mit der aktuellen situation der aktuellen basler “musikkultur”, denn wenn dir etwas widersprochen hĂ€tte, dann hĂ€ttest du es erwĂ€hnt, oder… vielleicht hast du ja auch mittleid mit dj horror infinity, schön wenn jemand so viel bedeutung bekommt. @the horror: weiss zwar nicht wer oder was du darstellen sollst, aber vertrag dich mit marc, er ist nett. @Marc Krebs: ‘aight, mach einer deiner lesungen, dj horror infinity legt nachher auf. nenn es den abend der genre grenzen sprengt oder so was kulturromatisches. dann das ganze wiederholen. mal sehen wie der publikumszulauf Ă€ndert. obwohl, bis zur afterparty muss ja keiner bleiben. kannst es dann wiederholen mit jemand, der sozial-interaktions-verstĂ€rkend auflegt…zwar nicht spannend und genreĂŒbergreifend, dafĂŒr aber $$$ und reputation. @linder: es geht dj horror infinity nicht darum ob mainstream/nicht-mainstream grad angesagt ist, sondern ob die kuldurellen dieses basels wirklich die probleme meinen wo sie ausdrĂŒcken, oder nicht verstehen/zugeben wollen, das da andere mechanismen am laufen sind als bloss platzmangel—> geld, macht, pracht.

tiger
Montag, 1. Februar 2010, 9:35 Uhr

oder ist es wahnsinn?

blablabla
Montag, 1. Februar 2010, 9:59 Uhr

too much head banging?

dj horror infinity
Montag, 1. Februar 2010, 12:09 Uhr

hm, ist anscheinend zu anstrengend einen inhaltlichen diskurs zu fĂŒhren. zwar könnte man meinen, nachdem stĂŒcki sei genug zeit verstrichen, um sich diese fĂ€higkeit mal anzueignen, aber stattdessen sind die werten herren tiger und blabla selbst irgendwo verstrichen. aber ist baslerisch gesehen i.o., much talk no walk. wie immer wahrscheinlich seit dem stĂŒcki. ich hoffe das stĂŒcki einkaufszentrum gefĂ€llt euch, totaler konsum, nichts denken, sollte euch liegen. ich hoff die hĂ€user auf dem nt werden auch hĂŒbsch, und der erlkönig/k:mu:n ein nette lounge, denn wir haben ja keine lounges in der “stadt”. wieso aber nicht ein minarett draufbauen, einfach kein metal-rock-electro-hiphop-funk-pop-wasauchimmer mehr. die leute hier haben nicht nur kein verstĂ€ndnis fĂŒr andere religionen, sie haben nicht mal verstĂ€ndnis fĂŒr andere musik und andere meinungen. dann wird sich noch gewundert ĂŒber das abstimmungs resultat. aber hey, nicht nachdenken, das nĂ€chste basler we kommt bestimmt wie das nĂ€chste basler erdbeben. dann haben wir wieder verstĂ€ndnis fĂŒr einander. also, ich meld’ mich ab. viel spass mit glanz&gloria.

tiger
Montag, 1. Februar 2010, 12:30 Uhr

nun ja, wenn ich deine argumentation richtig verstehe, nervst du dich darĂŒber, dass zuviel lĂ€uft, was den leuten gefĂ€llt. und zu wenig heavy metal.
 
und wie uns die geschichte lehrt, ist es ziemlich schwierig, einen inhaltlichen diskurs ĂŒber geschmĂ€cker zu fĂŒhren.

Anonymous
Montag, 1. Februar 2010, 14:30 Uhr

@ dj horror infinity
ich finde deinen dj namen klasse.  der sagt so einiges ĂŒber dich aus. mich wundert nur dass zwischen horror und infinity das wort frust nicht vorkommt…

bom shiva
Dienstag, 2. Februar 2010, 0:13 Uhr

When the moon is born in the east,
And the white rooftops drift asleep
Under the heaped-up light,
People leave their shops and march forth in groups
To meet the moon
Carrying bread, and a radio, to the mountaintops,
And their narcotics.

natĂŒrli
Dienstag, 2. Februar 2010, 12:17 Uhr

netter diskurs, kunnt guet, witer so.

pfund
Dienstag, 2. Februar 2010, 18:09 Uhr

fuck the moon, fuck the east,
rooftops can not sleep.
bad poetry, you wannabe, did you look up “heaped” in the dictionary?

1500er
Montag, 8. Februar 2010, 15:49 Uhr

Kann mir mal jemand erklĂ€ren, weshalb die Pop-Basel Petition davon ausgeht, dass in der Kaserne keine Konzerte mit 1500 Leuten stattfinden? Wollen die das nicht oder dĂŒrfen sie das nicht oder programmieren sie das nicht oder könnenn sie das nicht?

1500er
Montag, 8. Februar 2010, 15:51 Uhr

anonymo
Dienstag, 9. Februar 2010, 11:09 Uhr

ja, und ich kum nöd drus. zuerst soll das volkshaus gerettet werden. dann macht flugs wer ne petition draus, was ja eigentlich super ist. sofort geht es nicht mehr ums volkshaus, sondern um mehr pop und (Ă€h?) weniger kaserne, wie auch immer man diesen petitions-text lesen will. aber es geht nicht um das volkshaus, oder hab ich bittschön etwas ĂŒbersehen in dem text? und wer steckt dahinter, leute aus dem rfv etc. hauptsache man wird eingespannt fĂŒr was, wo nicht genau erklĂ€rt ist was. fĂŒr ‘einen fehlenden konzertraum’. aha. ich will keine ‘popstadt retten’ (welche denn genau?). ich will das volkshaus, und zwar so wie es ist! und dafĂŒr wĂŒrde ich gerne unterschreiben! gopferdori.

Gib Senf

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