HOW TO MAKE IT IN AMERICA
Vergangenen Sonntag lief die erste Folge von “How to make it in America“, einer neuen, hippen HBO-Serie. Und nett wie wir sind (oder vielleicht hängt es doch eher mit einer gewissen “scenster-affinität” zusammen), haben wir fĂĽr euch mitgeschaut.
Mark Wahlberg als Produzent, Scott “Kid Cudi” Mescudi als szeniger Kunstgalerien-Rumhänger, ferner Paul “mom, I’d like to fuck” finch aus american pie 1 als hedge fund manager und damian hurst sammelnder kunde eines russischen bordells. Und dann wäre da noch James “Ziggi Sobotka” Ransone aus “the wire“, der mit kurzen quotes wie “true art is on the streets – everything else is bullshit” brilliert. Man merkt schnell: HBO rĂĽhrt bei der Besetzung von “How to make it in America” mit der grossen Kelle an. Oder vielleicht doch eher mit der grossen Crack-Pfeife. Denn Drogen sind neben gefälschten Lederjacken, fĂĽr Kunstlaien toll aussehenden Schwarzweissfotografien und jamaikanischen Aphrodisiaka in der Halbliterdose die Mittel, mit welchen die Protagonisten ihr Ziel erreichen wollen: Schnell zu Geld und Ruhm zu kommen. How to make it in America halt.
Filmstilistisch ist htmia ein mashup aus normalen filmszenen und lastnightsparty-stills, unterlegt mit hipper musik. Was die Serie genau sein will, ist noch unklar. Eine Sozialstudie Ă la “the wire” in der new york art scene? fĂĽr das mĂĽssten die charaktere noch einiges mehr an tiefe zugeschrieben bekommen, als sie nach der ersten episode haben – nämlich die einer kokshaltigen wasserpfĂĽtze am strassenrand in williamsburg. Vielleicht ist HTMIA doch eher etwas wie “Entourage”, der letzten Serie von HTMIA-Mitschreiber Rob Weiss, in der sich ein junger Schauspieler in Hollywood zurechtfinden muss. Schwer zu beurteilen. Und wenn auch (noch?) nicht superspannend oder aberwitzig; zwei, drei Skriptzeilen brachten jedenfalls ein Lächeln auf meine Lippen: “Good Morning Meth-Lab!” – gibt es eine bessere BegrĂĽssung an einem Morgen, an dem man mal wieder verkatert auf dem Sofa einer Freundes aufgewacht ist? Und “He who hesitates, masturbates” – vielleicht nichts weniger als das Credo des momentanen Zeitalters, mindestens aber eine Weisheit, die wohl nicht nur in der urbanen Szene von New York gilt.
Mein Rat: neon-leser, die nicht wissen, was sie am sex and the city-abend ihrer freundin tun sollen oder selbst schon alle sex and the city folgen gesehen haben, sich dabei aber doch immer noch etwas zu testosteronhaltig vorgekommen sind, dĂĽrfen getrost jetzt schon einschalten (bzw. downloaden) – und dabei natĂĽrlich die skepsis ausschalten. allen anderen serienjunkies sei geraten: abwarten. denn wie sagt man so schön: no morning-bashing b4 dusk. oder so ähnlich. “how to make it in america” gibts bei itunes und bei [enter your favorite download site here].
Addendum: Der Titelsong “I Need a Dollar” von Aloe Blacc ist cool (dnwld ici).
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Das erinnert mich: Wir brauchen doch alle irgendwie Dollars. Ausser der hier vielleicht (check the drug addict-like stare). has he made it in america?
johnny drama
Dienstag, 16. Februar 2010, 16:03 Uhr
the greatness, tomh. thanks.
zebra
Dienstag, 16. Februar 2010, 23:33 Uhr
neonleser. lol
Densemann
Montag, 8. März 2010, 17:49 Uhr
Ich sach mal so … nach vier Folgen möchte ich “How To Make It In America” nicht mehr missen. Und ich lese gar kein NEON.
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Sonntag, 6. März 2011, 16:34 Uhr
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