
morgen ist ja wieder politisch-motiviertes räuber & boli angesagt. heuer hat auch basel sein offizielles areal dafür, das beschauliche gebiet zwischen reinach und dem hügelchen in diesem park da bei den dinos, deren anblick mir im übrigen jedesmal die, zumindest zeitliche, irrelevanz der eigenen existenz vor augen führt.
basel, mĂĽnchenstein und reinach buttern kräftig in ihre kriegskasse um dem bewusstseinserweiternden treiben der letzten jahre einhalt zu gebieten. man spricht von 600 blauen stormtroopers, deren einsatz ein vielfaches davon kosten soll, wie jener an einem “risikospiel”. dagegen rebelliert der traditionell liberale und schon vom rauchverbot vergewaltigte basler geist, und so wird die bieridee, die gemäss einigen urgesteinen einst als spassiges pendant zum parallelen zĂĽrcher pflasterstein-happening begann, plötzlich zum ideologischen sammelbecken fĂĽr die perspektivreiche jugend von 12 bis 45.
ich weiss nicht recht ob ich das amĂĽsant oder seltsam oder doof finden soll.
deswegen hier ein tolles lied, das gar nix damit zu tun hat:

Keith Elam (July 17, 1966 – April 19, 2010)

abgesehen vom gesucht deutschcool-abstrusen namen (ja, ich habe die erklärung dazu gelesen) finde ich das projekt richard & horst ja eine grossartige sache. ein frei schwebender kultureller freiraum für unsere schöne kleine stadt? count me in! umso grösser meine bestürzung, als ich heute lesen musste, dass das projekt akut gefährdet ist. und das aufgrund einer mehr als fadenscheinigen argumentation. an dieser stelle seien also alle magazin-leser dazu aufgefordert, fan des projekts zu werden, um so den verantwortlichen ein wenig moralische rückendeckung zu geben. und vielleicht auch, um den entscheidern zu zeigen, dass diese sache durchaus ein bedürfnis für die menschen hier ist. kostet nur einen klick und hilft vielleicht. ein kleines bisschen. hoffentlich.

heute abend sind unsere freunde von der risikogruppe zu gast in unserer “kleinen und ĂĽberschaubaren” stadt. technomusik der ganz guten sorte. in da satisfactory.

Marc Krebs ist aktiv im Szeneleben präsent und kennt die oft sehr subjektiven Denkvorgänge, die bei der Bewertung solcher Anlässe entstehen. Er hat die BScene seit Jahren immer sehr kritisch-konstruktiv bewertet und damit tatkräftig unterstützt. Und so wird er diese Zeilen auch nicht als Angriff werten, sondern eher als Äusserung einer divergierenden Meinung.
Sein Kommentar zur Bscene tut was er muss: er greift sich den Slogan “Singen/Feiern/Lieben”, beschreibt die HintergrĂĽnde, welche zu dessen Entstehung beitrugen, setzt ihn hinterfragend in einen historischen Kontext und listet dann die Mängel und schliesslich die entdeckten Konzert-Perlen auf. Soweit alles journalistisch konform. NatĂĽrlich wird an so einem Anlass vieles subjektiv wahrgenommen und muss deswegen noch lange nicht falsch sein. Allerdings lässt der Artikel in seiner Aufmachung auch “WĂĽnsche offen”, die nicht als reine Ansichtssache hingenommen werden können. give peace a chance »