Die Magazin-Schau #1
Die Nächte sind kalt, die Tage kurz. Bleibt mehr Zeit zum Lesen, Schauen, Hören. Hier ein paar Fundstücke aus letzter Zeit.
Medienwirkungen im Alltag: Dieses “End of the wicked” Video wäre aufgrund extrem schlechter Schauspielerei und billigen Special-Effekten ein Post fĂĽr sich wert. Im richtigen Kontext betrachtet ist diese Inszenierung leider weniger amĂĽsant. “End of the wicked” hat in Nigeria dazu gefĂĽhrt, dass unzählige Familien glauben, ihre Kinder wären Hexen. Folge: Misshandlung und Folter. Eine erschreckende Dokumentation zeigt, was dort vor sich geht.
Bleiben wir in Afrika. Es wird noch schlimmer. Falls jemand noch nicht weiss, woher Belgiens Reichtum stammt, was sich in den letzten 100 Jahren in Belgisch Kongo abgespielt hat oder warum die Stadt Antwerpen eigentlich “Handwerfen” heisst. Bitte diese Dokumentation schauen und sich anschliessend massivst darĂĽber aufregen, wie Leopold II auf der offiziellen belgischen Monarchie-Webseite schöngeredet wird.
Umberto Ecos Sicht auf Wikileaks und die Zukunft der Geheimnisse. Ähnlicher Essay aus dem FAZ-Feuilleton: Das Zeitalter der Geheimnisse ist vorbei.
Der Hipster durch Pierre Bourdieus Augen betrachtet. AmĂĽsanter Essay in der NYT.
Extrem bedenkliche, aber fesselnde Story in GQ über Selbstmord-Foren im Internet. Genauer: Über eine Person, die diese Foren nutzt, um noch zögernde Selbstmörder davon zu überzeugen, sich umzubringen.
Wort der Woche: LOIC.
Mittelmässig sehenswerte Dokumentation über die Swedish House Mafia. Eher 45min Videoclip als Dokumentation: Viel Rumgeprolle. Viel Schachsinn-Gelalle. Schöne Bilder.
Extrem interessante Depesche aus dem letzten Wikileaks-Release.
Ein nettes MusikstĂĽck aus dem warmen Florida.
Und ein neues, zum Wetter passendes Ambient Album zum runterladen.
zebra
Mittwoch, 15. Dezember 2010, 16:13 Uhr
I got rickrolled :(
b k
Mittwoch, 15. Dezember 2010, 20:48 Uhr
schöne auswahl für gelangweilte menschen im bett. thx!
Che
Freitag, 17. Dezember 2010, 20:26 Uhr
ja die Swedish House Mafia Doku ist schon interessant…trash talk ist ganz normal, unlogisch wäre wenn sie kein trash talk haben wĂĽrden, oder? Ansonsten mal anschaulich wie ihre 5-spur tracks funktionieren, die typen sind einfach freaks und arbeiten sehr hart. Ihre musik ist halt geschmackssache aber ihr erfolg ist 100% zu gönnen.
total greatness
Samstag, 18. Dezember 2010, 1:54 Uhr
@che sicher ein interessanter blick klar, aber ich hatte halt mehr fokus auf die musikproduktion erwartet. schön der moment, wo sie “one” produzieren. vielleicht habe ich einfach (so gross wie die doku angekĂĽndigt wurde) mehr erwartet als gelaber und gigs. und ich gehöre sogar zu denen, die swedish h. m. hören (nicht alles, aber zumindest ein paar tracks). kann mir etwa vorstellen wie das abgeht auf ibiza, in miami etc. und dass man als dj nicht immer ne limo bekommt und manchen scheiss gig nur des geldes wegen spielt ist voraussehbar.





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