JAJAJA: TORO Y MOI

Man könnte ziemlich lange ĂĽber Genrebezeichnungen streiten. “Chillwave” zum Beispiel: “Chillwave is a contentious genre of music where artists are often characterized by their heavy use of effects processing, synthesizers, looping, sampling, and heavily filtered vocals with simple melodic lines” – Wiki-Blabla zu einem Stil, der eigentlich einfach als Indie bezeichnet werden könnte. Denn, wer braucht keine Effekte? Filter? Synths? Aber wer braucht schon Genres. Wer braucht schon Grenzen. Vielleicht sollte man die heutigen Genres eher wie “Tags” im Netz verstehen – unverbindlicher, szene-unabhängiger, kurzlebiger. Einfach: Als lose BĂĽndelung ähnlicher Inhalte, bzw. Musik, die kommt und geht. Aber genug Blabla meinerseits. Einer der besten Vertreter des Genres in AnfĂĽhrungszeichen, Toro y moi (oben, “Chillwave” eben, wie man am verwaschenen, rosa T-Shirt und dem verpennten Blick erkennen kann), kommt am Mittwoch in den Hinterhof. Und: Die Macher der selben Location haben  im nächsten Monat noch einige grandiose Ăśberraschungen mehr in Petto: SOUL CLAP. CUT COPY.

Darum sage ich auch: JAJAJA zum Hinterhof. Und das, nachdem ich schon Angst hatte, der Ort verkomme zum Auffangbecken für die teilweise verstaubten, teilweise überholungsbedürftigen Basler Partyserien wie Block Party oder Bandura Night. Aber irgendwie muss man in Basel ja überleben, und das geht bekanntlich nicht ohne Gäste. Und wenn diese lieber Funky Breaks hören, die Raimund Flöck in der Kuppel schon in den 90ern totgespielt hat, als neuen Sound, dann ist das a) natürlich ihr Recht, aber b) der Tod für jeden progressiven Booker und langfristig auch für eine lebendige Konzert- und Partyszene. Dass die über-angesagten Soul Clap während der Art wohl über-ausgebucht sein werden, erklärt sich von selbst. Auch Cut Copy, auf deren Shows man hier schon lange gewartet hat, sollte ähnlich voll werden. Toro y moi wird es am kommenden, 29 Grad warmen Mittwoch deutlich schwerer haben. Eigentlich sollte man das Konzert passenderweise nach draussen verlegen. Aber ums nochmals zu sagen: Chillwave needs you. Oder ihr es. Beziehungsweise ihn. Also geht hin, schwitzt und trinkt und freut euch ab der guten Musik.

Toro y moi: 25. Mai, Hinterhof (19.30)
Soul Clap: 16. Juni, Hinterhof (20.00)
Cut Copy: 29. Juni, Hinterhof (21.00)

1 Kommentar


Kommentare

NetterOnkel
Montag, 23. Mai 2011, 17:50 Uhr

Nuraveballaden?

Gib Senf

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