«Roboter werden unsere Freunde sein. Neue Technologien werden das Energieproblem lösen. Wir werden Fleisch im Labor herstellen. Wir werden Computer in unser Gehirn einpflanzen. Autos werden sich selber lenken.» So schrieb damals das Magazin in ihrem etwas erschreckenden Interview mit Ray Kurzweil. Kurzweil, der in den 80ern die Kurzweil Synthies entwickelte und auch einen wesentlichen Beitrag zur digitalen Texterkennung (OCR) leistet, blieb mir vor allem wegen seiner «3-BrĂĽcken-Strategie» ein Begriff, mit der er sich ewiges Leben verschaffen will. Kurz: Er schluckt 150 Pillen pro Tag, in 20 Jahren will er seine biologischen Prozesse neu programmieren und schliesslich sein irgendwann in hoffentlich ferner Zukunft sein Hirn uploaden und sich so unsterblich machen. Wer aufstehen mag und heute nicht zu viele Pillen schluckt: Kurzweil spricht morgen um 09:00 an der öffentlichen Veranstaltung “Wissenschafter und Science-Fiction Autoren im Dialog” in der Aula der Uni Basel.
Sehr schön: “Kreische isch hĂĽt sehr gfraget. Und mir gfallt das au. Ich ha dr Plausch dra. Drum mach ich das.” – ein Zitat von Hellfire, den “kleinen Hilfsbeatles fĂĽr den Schweizer Hausgebrauch” (wiederum selbst ein Zitat des Kommentators). Mehr davon gibts in dieser Doku (die ich leider noch nicht online gefunden hab). (tnx an Marius)
David Max (diemagazin Interview hier) and Nick Suter werden heute Abend um 21:00 im Manger Boire ein paar Songs von Davids neuem Album “Simple Psychedelic Pleasures” zum Besten geben – 4 free! Don’t miss! (via FB)
wie man die kontemporären elektronischeren hiphop-erben bezeichnen soll war schon immer ein thema. “triphop”, “broken beats”, “nu-irgendwas” and so on. das war in den 90ern. mehr als 10 jahre später gibt es neue kĂĽnstler, und so auch neue genres. zum beispiel “wonky”, wie jemand die “wackeligen”, zum teil fehlerhaft und taktlos tönenden beats von scott herren, flying lotus, rustie, mike slott, hudson mohawke einmal bezeichnete (wir berichteten hier und hier). “wonky” ist gross mittlerweile, denn wenn michele roten darĂĽber schreibt, ist es vermutlich nicht mehr untergrund. und es kommt noch besser, denn in einem zug mit den oben genannten “genre”-grössen wird manchmal auch ein gewisser Dimitri Grimm aus Bern alias “Dimlite” (bild oben) erwähnt. und der macht nicht nur geile beats, sondern hat auch tolle produktionstechniken, wie man auf youtube sehen kann. und: er löst die musikkategorische frage gleich selbst, wenn er seine musik als “natural shift of generations, technologies and techniques within a branch of the artform of Hip hop rather than a new movement” bezeichnet.
am kommenden freitag spielt dimlite live im schlachthof und legt danach noch platten auf und am 20.märz in der cargo bar. bonus: eine mix für euch mit eine bisschen musik, die auf hip-hop basiert und manchmal etwas wacklig ist including the above mentioned artists.
die olympischen winterspiele 2010 sind vorbei. was bleibt? simon ammanns nurave-brille. steven colbert im schweizer haus. und die schweizer curlerin carmen schäfer – die es zwar in den blick (titel des jahres: “Carmen ist heiss auf Eis”) aber nicht aufs podest schaffte. gold holten sich die schwedinnen. vielleicht hätten die schweizer curlerinnen auch ein musikvideo mit hammerfall drehen sollen, wie es die olympiasieger 2010 taten. fĂĽr dieses sport-musikalische verbrechen gibts jedenfalls ein grosses LOL und ein noch grösseres WTF?. (via muruoar).
der kommende montag ist der tag, an dem man diese stadt entweder hasst oder liebt. ihr wisst schon. und wer dem alles andere als positiv entgegen schaut, hat immerhin die möglichkeit das wochenende einen tag zu verlängern und am sonntag seine ausgelassenheit an einer der frivolen vormorgestraich-parties zu demonstrieren. zum beispiel im sudhaus. wir verlosen 2×2 tickets.
Vergangenen Sonntag lief die erste Folge von “How to make it in America“, einer neuen, hippen HBO-Serie. Und nett wie wir sind (oder vielleicht hängt es doch eher mit einer gewissen “scenster-affinität” zusammen), haben wir fĂĽr euch mitgeschaut.
Eine neue Webseite sorgt zur Zeit fĂĽr Furore bis in die Feuilletons der grossen Tageszeitungen: Chatroulette. Das Prinzip ist simpel: Ein Klick auf den “PLAY” Knopf genĂĽgt und man ist mit irgend einer Seele am anderen Ende der Welt per Videochat verbunden und kann Gedanken, Obszönitäten oder KörperflĂĽssigkeiten (zumindest visuell) austauschen. Ein Klick auf den “Next” Button beendet die Session und man landet bei der nächsten Person. Grölende Teenies, erigierte Glieder, Transen, BrĂĽste, Sex. Chatroulette ist 4chan in Videoform. Online-Voyeurismus to the fullest. fertig mit den langweiligen Panoptikas wie Facebook, Myspace oder irgendwas-VZ. Wer schon immer wissen wollte, wie es ist, virtuell vergewaltigt zu werden, der möge die besagte Webseite aufrufen. Ăśbrigens: Der 17-jährige, russische (Chat)roulette-Programmierer Andrey Ternovskiy ist natĂĽrlich “totally against all the not very nice ways people are using it for”.
No sun this sunday. Deshalb ein weiterer Versuch unseren selbst auferlegten Bildungsauftrag wahrzunehmen: Kunst. Genauer: moderne Kunst – sowieso eine nicht ganz einfach zu erklärende Ansammlung von avantgardistischen Ideen und Verweigerungen. Darum hier ein kurzer Ăśberblick, witzig 90ies-trashig und so wie wir es heute in den meisten Bereichen gern haben: schnell und unkompliziert. “Wenn es modern ist und sie es irgendwie ganz hĂĽbsch finden ist es wertlos und unbedeutend.”
musikalische neuigkeiten aus sĂĽdafrika: die antwoord. “die fucking antwoord!”  what does that mean? the answer! the answer to what? … what ever man… Fuck. das neuste projekt von Watkin Tudor Jones (ex maxnormal.tv) dĂĽrfte bald die spitze der viralen video charts erreichen. wem das noch nicht gereicht hat: die antwoord haben eine webseite (checkt die secret chamber), vice hatte ein interview vor ein paar monaten und: es gibt noch einen “die antwoord” song, der absurdität neu definiert: ninja. album kommt noch diesen monat. serious gangster skillz.